Wozu brauche ich LinkedIn, Cécile Jemmett?

linkedin mit Cecile Jemmett
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Weder Lust auf Podcast noch auf Lesen? Kein Thema – anschauen geht nämlich auch ?

Hey liebe Business Mama, willkommen im MAMA BUSINESS Podcast Interview. Heute mit der charmanten Cécile Jemmett, die aus der Schweiz nach England auswanderte und die großen Konzerne gegen die Selbstständigkeit als Business Mama eintauschte.
Sie hat eine absolut spannende Nische gefunden, in der sie Kunden zu mehr Sichtbarkeit verhilft. Die Jobplattform LinkedIn. Wie genau du diesen Kanal auch für dich nutzen kannst und warum er ein Powerboost für dein Business werden kann, wird uns Cécile jetzt berichten.
Viel Spaß beim Zuhören Anschauen oder Lesen…

PS: Im Text findest du die Zeitstempel aus dem Podcast, falls du an einer bestimmten Stelle doch leiber in den Podcast einsteigen möchtest. Das sieht dann so aus: [00:03:12] = Minute 3 und 12 Sekunden.

Nadine: Hallo Cécile !

Cécile : Hallo Nadine, schön hier zu sein!

Nadine:  Ich danke dir sehr. Wir haben uns ja schon ein bisschen vorab unterhalten und ich bin jetzt schon gut informiert. Aber die Dinge, die meine Hörerinnen interessieren, die wollen wir natürlich nochmal gemeinsam besprechen. Du bist in meinen Augen DIE Frau für das Thema, LinkedIn. Eine Plattform, auf der ich überhaupt nicht aktiv bin. Genauso wenig wie auf Xing- seit ich nicht mehr angestellt bin. Aber heute lasse ich mich von dir wahrscheinlich nochmal motivieren diesen  Kanal wiederzubeleben.

 

Südafrika + Schweiz + England = Cécile

Cécile: Ich bin Schweizerin ursprünglich. Also das heißt, ich bin halb Schweizerin, halb Südafrikanerin. Meine Mutter ist aus Johannesburg, somit habe ich einen farbenfrohen Multi-Kulti-Background. Aufgewachsen bin ich wirklich auf einem Schweizer Dorf, wie man es sich so vorstellt. Mit den Kühen und den Bergen im Hintergrund. Am Bodensee, direkt an der Grenze zu Deutschland. 
Da bin ich aufgewachsen und dachte eigentlich auch, dass ich da bleiben werde. Aber mittlerweile lebe ich mit meinem Mann in England, dort habe ich ihn auch kennengelernt. Beim Job, ganz klassisch. Und das ist jetzt wirklich zehn Jahre her. Ich kann es gar nicht glauben.

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Nadine: Mach dir nichts draus, bei mir sind es 20 gemeinsame Jahre. Wir hatten uns damals während der Schulzeit kennengelernt. Ich war 18 und mein Mann 21.. Wir sind jetzt schon so lange zusammen, da fassen wir uns manchmal schon an den Kopf, wie ewig das schon ist. Aber es ist eine schöne Basis. Wir bereuen es beide nicht!

Cécile: Man weiß es einfach, wenn es passt. Ich wusste, dass nach ein paar Monaten. Das ist der Mann, den ich heirate! Und es war gar kein Zweifel da. Ich habe es bis jetzt noch nicht bereut. Und er hoffentlich auch nicht!

Nadine: Du und ich, wir entscheiden uns einfach für die andere Seite der Scheidungsquote, die anderen 50 Prozent also. 

 

Tschüss Schweiz, hallo England

[00:03:55]
Nadine
Hast du einen klassischen Lebenslauf hinter dir?

Cécile:  Nein, nicht ganz, ich war nicht ganz so klassich.  Ich war nicht der Over-High-Performer in der Schule. Ich glaube, die Erwartungen meiner Eltern waren nicht riesengroß. Im englischen sagt man „my ship on my shoulder“, oder? Das hat mich natürlich extrem angetrieben. Und ich bin ein bisschen diese Person, die einfach immer mit den Möglichkeiten oder mit den Gelegenheiten mitgeht. Ich hatte nie einen großen Plan! Denn ich hatte mich doch immer irgendwie durch die Schule gewurschtelt und habe die Lehre gerade so geschafft. Und ja, wie gesagt, meine Eltern hatten glaub ich nicht ganz so große Erwartungen an mich und an meine berufliche Karriere. Aber ich hatte einfach wirklich sehr, sehr viel Glück. Schon im Thurgau, da hatte ich einfach Gelegenheiten, die mir geboten wurden. Die mich echt wachsen lassen haben und die mir Möglichkeiten gezeigt haben, einfach über dieses „Normale“ heraus zugehen. Das es einfach mehr gibt wusste ich eigentlich von Anfang an! 

Ich hatte damals mein Teenager Freund gesagt, dass wir unser eigenes Business aufbauen könnten. Er war Automechaniker und sollte sich um die Autos kümmern und ich würde das Bürokratische erledigen. Doch er wollte kein eigenes Business haben und würde es auch nicht in Zukunft wollen. Und da dachte ich schon, okay, vielleicht stimmt das zwischen uns nicht so ganz.

Nadine: Da macht man sich doch noch keine Gedanken um solche Bauchgefühle, die man schon damals hatte und die ganz richtig waren.

Cécile: Absolut! Ich hatte dann bei General Motors einen super Job gehabt und habe dort ein bisschen mehr von der Außenwelt entdeckt. Auch, dass diese ein bisschen größer ist. Und ich habe dann damals zu meinem Chef gesagt (ich hatte für den  Finanzchef in der Panzer-Industrie gearbeitet) , dass die ganzen Männer bei uns in der Firma, zu General Motors nach Kanada wechseln. Und ob ich da nicht auch ein halbes Jahr hingehen könne.
Und da wurde mir erklärt, dass dies nicht für Frauen angedacht sei. So entschied ich „nee, also das lasse ich mir nicht bieten“. Ich will jetzt reisen!
Und da bin ich als Au pair nach Amerika. Und auf einmal war die Welt so viel größer. Aber es war nicht einfach. Ich hatte jetzt nicht die beste Familie vor Ort. Ich hatte tolle Kinder, aber die Umstände waren nicht supertoll und da lernt man extrem viel über sich selbst. Über Freundschaften die sich da gebildet haben, die hoffentlich ein Leben lang halten werden.

Ich bin dann wieder zurück in die Schweiz und habe dort weiter an meine Karriere gearbeitet. War dann bei Reuters, bin nach Zürich, war bei KPMG. Bei großen Namen eigentlich, was auch alles super spannend und cool war.
Aber irgendwann war ich 31 und ich dachte: „ich habe keine richtige Beziehung und ich möchte nochmal ins Ausland gehen.“ Und da kam die Möglichkeit, nach London zu gehen. Und ich war ready!  Denn ich wusste, dass ist wahrscheinlich das letzte Mal in meinem Leben, dass ich das machen kann.
Ich wollte ja irgendwann schon mal Familie.

Aber ich dachte okay, das mache ich jetzt „I just go with the flow“ und bin nach London.

Aber es war schwierig. London war so „busy“. Das kann man sich gar nicht vorstellen und vor allem für mich vom Land. Ich dachte damals, Zürich wär schon super busy, aber im Vergleich zu London ist das ein Dorf!
Und in England, da isst du dann dein Mittagessen am Schreibtisch. Am Anfang hatte ich echt Mühe mit allem. Auch mit dem Tee trinken. 
Ich hatte eigentlich vor, dann wieder zurück in die Schweiz zu gehen und musste mich aber an den Film Sliding Doors erinnern. Und das war wirklich so in diesem Moment: Ich hatte eigentlich schon alles geplant um wieder zurück in die Schweiz zu gehen. Ich hatte da noch eine kleine Flamme zu Hause. Doch drei Tage später kam ich mit meinem Mann zusammen, wir kannten uns schon von der Arbeit.
Ich dachte er wäre so eine Rebound-Beziehung, so sagt man im englischen. So ein Tröster, eine tröstende Schulter.  Doch irgendwann dachte ich: Hm, ich mag den und er nervt mich so gar nicht. Es verging also eine Woche nach der anderen. Und wenn du mit jemandem eine gute Zeit hast, dann ist auch das Umfeld und auch das „busy London“ toll. Auf einmal hat man alle Vorzüge und ich hab mich natürlich dann auch wohler gefühlt.

Und mittlerweile bin ich, so glaube ich, mehr englisch als schweizerisch. Manchmal auf jeden Fall.
Und es ist unglaublich, was das für ein Wendepunkt für mich war. Mein Gott ist das krass.  Ich hatte in der Schweiz einen super Job bei einem Broker, der mir viel Spaß gemacht hat. Ja und wirklich auch crazy Spaß, zu gewissen Zeiten. Ich wurde zum Beispiel einmal spontan zum Skifahren eingeladen.  Ich auf einem Business Trip in Frankfurt, mit meinem „overnight Köfferchen“ und dort saßen dann zufälligerweise die Geschäftsführer von den verschiedenen Abteilungen. Die haben dort einen Ski-Trip gemacht und ihr Zwischenstopp oder ihr Meeting Point war in Frankfurt. Irgendwie bin ich dann auch dort gelandet. Und dann haben die um 11 Uhr nachts beschlossen, dass ich doch mit sollte.

Ich rief meinen Mann an und sagte ihm, dass ich mit ein paar Männern zum Ski fahren gehen würde, anstatt nach Hause zu kommen.

Zum Glück ist er in der gleichen Branche, wie ich. Kannte eigentlich auch die meisten der Herren und meinte „enjoy and have fun“! Dort hatten die mich dann auch eingekleidet. Komplett mit neuer Ausrüstung, Skiern, mit allem drum und dran.
Lange Rede, kurzer Sinn – ich hatte wirklich eine coole Zeit dort.
Aber eigentlich -das war gar keine Frage- dass nachdem ich meine erste Tochter hatte, ich nicht wieder zurückgehe. Ich wurde wertgeschätzt und hatte eine super Zeit da.
Aber wie es eben so ist, dann kommen die Kinder. Die Geburt, die war ziemlich traumatisch. Wir leben in Tunbridge Wells bei London. Es ist ungefähr eine gute Stunde außerhalb von London. Dorthin zu pendeln und ein kleines Kind zuhause zu haben, das wollte ich nicht. 
Also ich hatte eigentlich gar keine Wahl. Und das mit dem eigenen Business, das steckte schon in mir drin.

Aber ich hätte wahrscheinlich niemals den Mut gehabt, wenn ich nicht so ein starkes WARUM gehabt hätte!

Weil ehrlich gesagt, die Teilzeitjobs hier in Tunbridge sind sehr schlecht bezahlt. Das lohnt sich gar nicht, da aufzustehen. Ich war natürlich mit meinem Broker-Gehalt ein bisschen verwöhnt. 24 000 Pfund ist, glaube ich, dort das Durchschnittseinkommen. Das deckt sich nicht mit meiner American Express ?

Nadine: Versteh ich, die hat die falsche Farbe (nicht schwarz).
Ich kann dich total verstehen. Am Anfang hat man ein negatives Gefühl. Aber man sagt sich, wegen den Kindern mache ich jetzt eben was ganz anderes – aber ohne meine Ideen völlig aufgeben zu müssen. Aber wenn dieses ganz andere, selbstständige Business dann ins Rollen kommt, ist man unfassbar dankbar für diese Chance, zu der man sich sonst nicht getraut hätte.
Ich war auch total happy in meinen Festanstellungen. Ich wäre da nicht weg. Ja, aber eben diese Notwendigkeit der Vereinbarkeit bringt dich wirklich auf neue Ideen. Und das kann irgendwie auch ganz spannend werden!

Cécile: Absolut. Und auch das ist Empowerment.

Nadine: Ja, da sagt man mittlerweile auch genau so hier in Deutschland. Ich wüsste auch keinen anderen Begriff dafür. 

Cécile: Das ist wirklich empowern. Wenn du so einfach mal springst, einfach machst. Weil du keine andere Wahl hast. Und dann kommt es auch schon irgendwie zum Guten. Ich bin so dankbar. Aber für mich war es persönlich nicht so einfach. Also ich habe lange rumgeeiert…

Nadine: Ich glaube das tun die meisten. Der Anfang ist einfach schwer. Sein persönliches Thema finden. Und dann, wenn das Business so einigermaßen steht, sich selbst zu finden.
Ich finde man hinterfragt viele Dinge. Man kommt dann auf die wichtigen Selfcare Themen, weil man merkt: Selbstständigkeit heißt eben nicht nur selbst und ständig.
Es ist eher ein „sich neu Erfinden“ in dieser Lebensphase.
Es ist nicht mehr dieses „man läuft halt mit“, sondern es ist wirklich ein „ich bau mir die Welt, wie sie mir gefällt“.
Bei Depot, kurz bevor ich gegangen bin, war das Weihnachtsmotto genau dieser Satz von Pippi Langstrumpf. Das haben wir damals alle irgendwie belächelt.
Aber jetzt so in der Selbstständigkeit, denke ich „genau so ist es!“ Es ist MEIN Ding. Ich kann mir etwas aufbauen. Wie ich es möchte. 

 

LinkedIn als Nischen-Business

[00:15:50]
Nadine:
Die meisten eiern rum und haben einen Bauchladen an Angeboten. Von der Analyse über Coaching, über Strategieentwicklung, Marketing und Webseiten.  Also ich bewundere alle, die wirklich eine ganz spezifische Nische für sich finden. So wie du!

Cécile: Ja, also das ist mir auch wirklich einfach so zugefallen. Es war so: Ich habe beim Broker gearbeitet. Ich war der Super-Closer und dann habe ich mein eigenes Business gestartet. Damals noch als VA (virtual Assistance).
Und es war einfach so hart, überhaupt den ersten Kunden zu finden. Dann die erste Kundin und ich dachte, (ich war ja mal Directions Assistentin), ich dachte also, dass ich das schon alles kann.
Ich hab ihr Social Media Inhalte erstellt und was man halt alles so macht. Und ihr ging dann irgendwann das Geld aus. Ich hatte ihr schon die Inhalte gemacht für einen Monat, doch sie hatte noch keine Kunden. Und damals hatte ich aber auch noch nicht so wirklich eine Ahnung, wie es geht. Mein Job war es ja einfach, die Inhalte zu erstellen. Also sie schuldet mir heute noch 500 Pfund.
Ja, aber so ist es eben. Also diese Kundin hat mich Stunden gekostet. Sie hat mir über ihr Leben vorgejammert – und ich hab das alles mit mir machen lassen. Weil natürlich am Anfang, da  macht man alles. Bis man sich irgendwann sagt „Okay, also ich werde jetzt für die Stunde hier, in der ich zur Therapeutin geworden bin, nicht bezahlt“. Das ist dann ein eigenes innerliches Selbstgespräch, welches einfach statt  finden musste, um die eigenen Grenzen zu finden.. Aber anyway, das ist halt so. Ich hatte echt Mühe, Kunden zu finden.
Facebook war mir ein Graus. Ich hab ein bisschen Twitter gemacht. Das hat für mich aber irgendwie keinen Sinn ergeben. Hab das nicht verstanden. Ja und Facebook war mir ein Graus. Ich hab mich dort bis vor 1,5 Jahren auch privat kaum gezeigt. Es war mir suspekt und LinkedIn war irgendwie mein.
Seit 2010 hab ich kontinuierlich Leute aus meiner Vergangenheit hinzugefügt, aus meinen verschiedenen Jobs und irgendwie…ich weiß es nicht mehr genau – über einen Kurs oder über eine Dame, die LinkedIn-Training gemacht hatte, bin darauf aufmerksam geworden. Da hab ich mir gesagt „Okay, das könnte ich mir eigentlich auch mal anschauen.“

Das ist jetzt sechs Jahre her, da hab ich die Leute einfach angeschrieben. Ich hatte innerhalb von 2-3 Wochen meine ersten 1-2 Kunden und dann irgendwie noch ein paar Wochen mehr war ich ausgebucht.
Ich betreute sechs Kunden als Virtual Assistent. Mehr brauche ich nicht. Damit bin ich „fully booked“.

Nur dann kam meine zweite Tochter und ich wusste- hey ich kann nicht mehr. Es war schon auch viel Arbeit, diese sechs Kunden zu betreuen. Und da dachte ich mir: jetzt zeige ich einfach den anderen, wie sie LinkedIn auch nutzen können, um Kunden zu finden! Lange Rede, kurzer Sinn. Es hat sich ja dann alles ein bisschen verändert mit der Zeit. Es war auch wieder eine neues Learning für mich, als Mutter von zwei Kindern.  Also hab ich einfach aufgehört Nachrichten zu schreiben und habe angefangen Content zu teilen und habe dann einfach die Erfahrung gesammelt und langsam gelernt.

Hey, 1. braucht es das ganze Gedöns nicht und 2. kommen dann die richtigen Leute auf einen zu, wenn man sich einfach zeigt. Das war für mich ein mega Push. Schlussendlich habe ich es einfach gemacht und mich getraut und bin daran nicht gestorben.

Und der Rest ist Geschichte. Ich habe den Leuten anfangs also 1:1 gezeigt, wie ich LinkedIn nutze.
Später hat mich eine Deutsche gefunden, vor gut 1,5 Jahren und hat mir gesagt „Cécile, ich hab gesehen, du sprichst auch Deutsch. Kannst du das nicht ein bisschen auf Deutsch machen?“ Und das war ein Gamechanger. Nach dem Coaching meinte die Kundin: Cécile – oh mein Gott, sowas hab ich noch nie erlebt! Das musst du noch in den deutschen Raum bringen! Das ist so genial, was du hier machst.
Ich hatte mittlerweile ja kaum mehr Deutsch gesprochen. Also es das schon wieder ein riesen Hürde für mich. Und wieder so ein Sprung in einen neuen Markt. Ja, ich hab wieder von Null angefangen und es hat wieder funktioniert. A

Nadine: Genau. Es ist manchmal wirklich so. Man muss nicht das Rad neu erfinden und man muss auch nicht Dinge wirklich von Null irgendwo aus dem Nichts stampfen. Manchmal reichen gute Anleitungen zu Themen, die es schon gibt, aber in die sich eben keiner rein fuchsen möchte. So sind ja auch die ganzen Online-Kurse aufgebaut.

Es gibt alles Wissen gratis. Aber sorry möchte ich mich 78 Wochen durch YouTube klicken. Nö, zahle ich halt Geld dafür und dann geht es einfach auch flott.

Cécile: Ja, so habe ich es auch gemacht. Ich war natürlich auf Pinterest unterwegs, weil ich hab mich da richtig rein gebissen in das Thema. Ich habe auch alles ausprobiert, bis ich dann das gefunden habe, was richtig gut funktioniert.
Ich bin halt Schweizerin: Sackmesser-Kultur – es muss wirklich effizient funktionieren.
Ich habe einfach auch keine Zeit. Du hast nur eine bedingte Anzahl Stunden pro Tag. Zum Glück, weil sonst würde ich wahrscheinlich zu viel arbeiten. Aber es ist eine Challenge und das ist auch gut so. Man kann so viel machen mit LinkedIn, man muss aber nicht. Und das ist genau das, was ich habe – meine Nische in der Nische.

 

LinkedIn Tipps für Mamas

Wir aus Deutschland sind ja eher mit Xing groß geworden. Das war die klassische Job-Plattform, in der man sich seltener ausgetauscht sondern eher Kontakte gesammelt hat. 

[00:23:41]Nadine: Also muss ich als Selbstständiger auf LinkedIn sein. Macht das Sinn? Für Kundenakquise oder auch um sichtbar zu sein?  

Cécile:  Also beides XING und LinkedIn sind wichtig. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass man sich vernetzt. Ein Netzwerk ist einfach unbezahlbar und das baut man sich nicht über Nacht auf. Das war auch so mein Ding.
Ich habe mir gesagt, wenn ich dann bereit bin, dann fange ich an! Das ist auch noch so ein Fehler. Kann ich auch ganz ehrlich sagen. Ich habe dann meinen Online-Kurs gebaut und habe LinkedIn total vernachlässigt. Ich habe glaub ich etwa 8 Monate mich dort nicht mehr blicken lassen, war offline.

Und das ist genau falsch. Baue dir heute das Netzwerk auf, verbinde dich mit Kollegen. Da anfangen, wo man schon gekannt wird.  Ich meine, ich muss ehrlicherweise sagen, ich kenne XING nicht mehr so gut, weil ich mich da wirklich nicht mehr darauf bewege. Mein Eindruck -und korrigiere mich, wenn ich da falsch liege- ist, dass Xing sehr fokussiert ist – auf den Jobmarkt.

Aber bei LinkedIn hat sich einfach weiterentwickelt und bietet eine wirklich gute Plattform – nicht nur für Jobs sondern auch um sein Business(thema) zu präsentieren. 

Nadine: Xing ist weniger spannend, als es früher war. Für mich war es DIE Job- Plattform. Also deswegen nenne ich es auch immer noch Job Plattform. Bei mir kamen die Headhunter meist über Xing,  deswegen hatte ich auch jahrelang die Premium Mitgliedschaft. Für mich war es spannend, um meinen Marktwert regelmäßig zu testen. Dafür war das cool.
Manchmal sprechen mich Vertriebler an, die irgendwas verkaufen wollen. Deswegen war mir dieses Thema auch so völlig fern, weil ich als Selbständige genau diesen Bedarf ja nicht mehr habe. Ich muss weder vermittelt werden, noch brauche ich irgendwelche Menschen, die mir irgendwas verkaufen wollen. Und deswegen hab ich mich auch nicht mehr um diese Plattformen gekümmert und es nicht als klassisches Netzwerk wahrgenommen.
Doch ich glaube, das was du sagst, hat ganz viel Gewicht und ich sehe auch, was die Leute auf LinkdIn mittlerweile posten. CEOs von Unternehmen teilen ihre persönliche Haltung mit. Menschen haben wieder einen Standpunkt.

Cécile: Genau. Also sehr spannend. Es ist wirklich ein Wandel und ich sehe das auch auf LinkedIn. Es war super einfach, sich zu positionieren. Mittlerweile ist es ein bisschen schwieriger. Du musst dich den anderen zeigen. Das aber auf eine ganz authentische Art. Das ist ja bei mir auch so. Manchmal werde ich gefragt: „Cécile, ich finde ja deine Beiträge gut, aber das passt nicht für mich!“ Nein und das sollte es auch gar nicht! DU musst auch nicht über LinkedIn sprechen. Sondern über DEIN Thema!
Dass dort die ganzen Coaches über LinkedIn sprechen, verstehe ich nicht. Das ist doch gar nicht euer Thema. Und die einzigen, die kommentieren und sich unterhalten, das sind andere Marketer und andere LinkedIn Coaches, aber nicht die Zielgruppe, die Leute, denen sie helfen können.

Nadine: Ich weiß, was du meinst. Die Message ist letzten Endes „bleibe authentisch, egal was dein Business ist.“ BIete einen Einblick hinter die Kulissen. Du hast dich acht Monate während der Erstellung deies Kurses ins Kämmerlein zurück gezogen. In den acht Monaten hätten dir die Leute wahrscheinlich gerne ein bisschen über die Schulter geguckt.
Schließlich sind das genau die Inhalte, die sie von dir beigebracht bekommen wollen. Man stuft diese Prozesse gerne als unwichtig ein. Interessiert doch keinen. Aber genau DAS verkaufst du ja am Ende. Natürlich interessiert es die Leute!
Sie möchten wissen, was man tut und was man für Schritte geht, um einen Online-Kurs z.B. zu erstellen.
Und trotzdem ist das nicht einfach. Du musst am Ende nicht erklären, wie man Online-Kurse erstellt, aber man sieht dann eben, was du zu Hause aufnimmst und was du da tust.
Aber das geht mir genauso. Ich schaffe diesen Sprung auch noch nicht zu sagen, ich nehme euch öfters mit. Bei mir passiert das dann wirklich nur in Form von Podcasts oder Blogbeiträgen, wo ich Erklärungen gebe, obwohl ich problemlos eine Story im Hintergrund machen könnte. Da muss man sich wohl selbst finden und sich eingrooven. Und irgendwann läuft es nebenbei mit (hoffe ich zumindest).

Cécile: Und das ist ja auch das. Niemand ist als Meister auf die Welt gekommen. Ich bin eine ziemlich private Person. Mittlerweile ist mein Schmerz-Level aber um einiges tiefer und ich möchte mich auch mitteilen.
Am Ende geht es um mehr als nur ein Business aufzubauen, es geht darum mit meinen Kids Zeit zu verbringen. Jeder hat eine  Grundmotivation. 
Die andere Seite ist die, dass ich sehe, wie ich Leuten helfen kann, um das genau zu erreichen. Und das ist einfach sooo groß für mich. Das ist so wichtig!
Bei mir fangen die Kunden normalerweise mit einem Zitat an. Also eine sehr schmerzfreie Art um sich zu zeigen. Einfach mal raus,  und dann kommt der Rest. Wirklich kleine Schritte. Eins nach dem anderen.

 

Céciles Welt

Cécile: [00:31:31] Ja, also ich habe meinem Mastermind. Eigentlich mein Kernstück. Das ist ein Onlinekurs+ Mentoring.
Man kann da immer wieder reingehen und wieder Sachen auffrischen, wenn man das möchte.
Ich helfe bei der Umsetzung, mit Motivation, mit kleinen Tricks, mit Coaching. Das ist das eine. Und dann gibt es noch das 1:1. Das ist eigentlich mehr meine Business Strategie in Zukunft. Ich bin das nächste Quartal total ausgebucht.

Deine Frage war ja auch, warum LinkedIn für mich so gut funktioniert hat – weil man auf LinkedIn wirklich genau suchen kann. Nach der Zielgruppe und das habe ich auf anderen Plattformen bisher noch nicht gesehen.

Nadine: Was sollte ich, Nadine von MAMA BUSINESS® auf LinkedIn machen um gesehen zu werden?
Bisher habe ich einfach nur mein Profil, aber tue nichts, außer dass ich irgendwelche Anfragen annehme.

 

Was sollte mein 1. Step auf LinkedIn sein?

Und gibt’s du deinen Kunden eine Anleitung, wie das alles funktioniert? Wie regelmäßig ich posten sollte oder wie ich interagiere? 

[00:33:27]
Cécile: Also wir fangen ganz von vorne an:

  1.  ein Profil zu haben ist schon viel, weil LinkedIn hat eine unglaubliche Autorität im Internet. Das wissen viele gar nicht. Sehe dein Profil als Landing Page! Denn das Profil taucht bei der Suchmaschine evtl. noch VOR der eigenen Website auf! In deinem Profil sagst du ganz klar: wem helfe ich bei welchem Problem und wie? Also bei dir Nadine: du hilfst Müttern, die online gehen möchten, ihr Business neben ihren Kindern aufzubauen.
  2. Wenn du dein Profil optimiert hast – mit Keywords und allem was dazugehört, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du über Google gefunden wirsd. Das mal mal vorweg.
  3. Und dann: mehr Eigeninitiative zeigen!
  4. Das nächste ist, das Netzwerk zu erweitern. Du sagst, du erhälst ab und zu Einladungen in das Netzwerk. Nimm sie auf jeden Fall an. Außer das sieht nach Fake-Profil aus oder irgendetwas wirkt komisches. Du wirst nur den Leuten innerhalb deines Netzwerks gezeigt. Also Kontakten 1. und 2. Grades (das sind die Kontakte deiner Kontakte). Aber die Kontakte der Kontakte deiner Kontakte, die sind außerhalb deines Netzwerks.
  5. Je größer dein Netzwerk ist, desto mehr gewinnst du an Sichtbarkeit.

Du weißt wahrscheinlich selber so ungefähr die Statistik, wie viele berufstätige Frauen auf LinkedIn Kinder haben?! Ich würde mal sagen, es sind 50 % oder so. Aber du kannst natürlich nicht nach Frauen mit Kindern suchen. 
Aber die Treffrate von, Leuten, die z.B. Abteilungsleiterin sind, die sind so ungefähr in dem Alter, indem man Kinder hat.
Also suchst du nach denen und lädst sie einfach zur Vernetzung ein.
Und das ist der erste Schritt!
Der nächste Schritt ist, sich zu unterhalten. Das ist übrigens auch Content. Und damit zeigst du dich. Mit deinem Profil Slogan. So gelangen Leute auf dein Profil, schauen sich um und melden sich vielleicht bei dir. Das ist die Idee dahinter. Wenn du dann auch noch relevanten Content für deine Zielgruppe teilst ist es eigentlich ziemlich simpel. 

 

Wie funktioniert LinkedIn?


[00:37:54]
Nadine: Was ist wichtg? Das Kommentieren? Also dass ich meine Meinung kundtue, indem ich anderen antworte und kommentiere? Oder ist es wirklich ein klassisches Posten, so wie man es von Facebook und Insta kennt? Also ein Bild + Text dazu?

Cécile: Nein, das ist genau der große Unterschied. Das ist auch das, womit sich jeder ein bisschen am schwersten tut, präsent zu sein. Und das ist auch mein Tipp, auch wenn man gerade erst anfängt online. Man muss sich unterhalten und das Ziel ist, Zuspruch zu bekommen. So fällt man positiv auf.
Es geht nicht darum, unbedingt die eigene Meinung zu vertreten. Ich hab politische Meinungen. Ich habe strenge politische Meinungen. Aber das gehört für mich persönliche nicht in meinen Business Profil.
Meine eigene Regel ist, ich spreche nicht über Politik, weil mir das nur schaden kann, weil es polarisiert.

Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann sag einfach nichts.

Das heißt nicht, dass man nicht auch mal ein bisschen kritisch sein kann. Aber es bringt einfach gar nichts. Man fällt nur unangenehm auf.

Nadine: Ja, es ist eine Sache, seine Meinung kund zu tun. Da darf man in meinen Augen auch gerne polarisieren. Aber man sollte dabei nicht zum Troll werden. Nicht einfach nur meckern. Ich erarbeite mir einen guten Ruf, indem ich supporte, indem ich eine hilfreiche Antwort oder Tipps auf Fragen geben kann. Es lesen schließlich andere mit und bringen dann mein Wissen mit dem Thema XY in Verbindung.
Und es tut mir ja nicht weh, wenn ich die Antwort ohnehin im Kopf habe. Mit dem Thema „Gratiswissen“ tun sich aber viele EinsteigerInnen schwer. Sie wollen Infos abgreifen aber selbst nichts geben.
Aber genau so funktioniert netzwerken eben nicht. Egal auf welcher Plattform.

Cécile: Das ist genau die Grundeinstellung. Es ist nicht anders als im echten Leben. Und das ist es auch, was ich am Anfang total missverstanden hab. Ich dachte, ich muss das anders machen. Dass ist aber nicht so. Es ist effektiv und darum kann auch mal etwas Persönliches eingespielt werden. Es ist eben ein Netzwerk. Und auf ein Networking Event gehst du auch nicht hin und sagst „Hi, ich bin so und so und das ist mein Business und möchtest du mit mir zusammenarbeiten?“ Sondern du startest erst einmal mit einem nette Small Talk.
Es geht darum, Beziehungen aufzubauen. Manche Menschen schauen einem vielleicht Jahre hinweg nur zu. Und wenn sie bereit sind zu kaufen, dann bist du eben da.

Nadine: Ich habe einfach keine Geduld. Das ist, glaube ich meistens das Problem von Vielen. Man wünscht sich sofort eine riesen Anzahl an Kunden. Aber das diese Aufbauarbeit auch mal ein bisschen länger dauert, sagen schließlich auch die „großen“ Onlinekurs Anbieterinnen. 
Gerade wenn es z.B. Kurse für 2000 Euro sind, die wirklich Geld kosten. Dannm dauert es eben manchmal. Was völlig legitim ist, weil der Moment halt noch nicht für sie gepasst hat und der Schmerz nicht groß genug war. Oder der Bedarf noch nicht so akut. Es gibt ja tausend Gründe, da darf man mit sich eben auch nicht so ungeduldig sein, wenn die nicht gleich aufs Boot aufspringen.

Cécile: Absolut! Es ist schwierig am Anfang. Also ich hab das auch auf Twitter gemacht. Zwei Monate und dachte, das funktioniert nicht für mich. Und bis heute verstehe ich Twitter nicht. Mein Mann liebt es. Er geht immer durch alle Kommentare durch und ich denke, die sind so fies, da möchte ich nicht drauf sein. Ich hab mein Profil auch gelöscht. Mit Facebook hab ich mich jetzt ein bisschen angefreundet. Instagram hab ich gerade erst angefangen.
Ich habe anfnags gesagt, ich mache nur LinkedIn und nichts anderes. Und der Fokus, das war wirklich das, was mich gepusht hat. Weil ich mir wirklich nur EINEN Fokus gesetzt habe und so musste ich auch nur das machen.

Jede große Veränderung findet in 90 Tagen statt

Nadine: Man merkt irgendwann selber, wenn es für einen passt.

Cécile:  Und das ist halt das Schöne, auch an der Art, wie ich’s mache. Kunden kommen dann, wenn es für SIE stimmt und wenn sie die richtige Einstellung dazu haben. Und die Leute, die einen beobachten -zwei Jahre hinweg, kennen einen auch, die mögen einen und folgen mir gerne. Und die haben auch das Vertrauen. Die muss man gar nicht überzeugen.
Und am Anfang – da sind nicht so viele. Aber mit der Zeit wird es immer mehr, mehr, mehr.

Nadine: Und das spricht sich rum. Es passiert online viel über Empfehlungen. Damit hast du dann oft genau die Kundschaft, mit der du dich identifizieren kannst. 

Cécile: Die Leute wollen immer unendlich viele Kunden. Aber kannst du die denn realistisch überhaupt bedienen? An dem Punkt, wo du jetzt im Moment stehst? Lass uns doch einfach mal mit EINEM Kunden beginnen und dann folgt der Rest automatisch. Dann leistet man sich eine super Dienstleistung, dann wird wieder empfohlen und der Kreis schließt sich.

Aktuell machen mein Mann und ich Diät. Am Anfang haben wir gesagt „oh, wenn wir doch einfach nur einen Vorschuss hätten. Einfach mal 5 Kilo weg und dann sind wir viel motivierter weiter zu machen.“
Genauso beim Marketing. Man will einen Vorschuss- den gibt es aber nicht!  Man muss vorne anfangen und dann geht’s dann irgendwann.

Bei uns gibt es ein Service. Die bringen dir das Essen. Wir haben das schon für unsere Hochzeit gemacht und es hat sehr gut funktioniert. Und das ist auch der Grund, warum wir das jetzt nochmal machen.

Nadine:  Das hab ich mir bei diesen Saftkuren auch gedacht. Das kostet so viel und eigentlich könntest du es selbst zubereiten. Du Wie beim Thema Onlinekurs. Es gibt fast alle Infos auch kostenlos. Aber lieber zahle ich dieses Schmerzensgeld und ziehe es dann auch wirklich durch! Das ist der Trick. zumindest bei mir.

Cécile: Genau, es ist ein Commitment. Ich habe auch eine Kundin, die hat mir mal geschrieben und hat gesagt „ich bin so froh, dass ich Teilzahlung ausgewählt habe, weil jeden Monat ist das ein Arschtritt, den ich von dir bekomme, eine Erinnerung in Form von einem Bankeinzug.“ 

Nadine: Ja, man darf das nicht als Geschäftsmodell abtun. Ich glaube wirklich, das ist der Weg. Das ist ein bisschen Schmerzensgeld und es hat dich ja keiner gezwungen. Es ist ja völlig okay. Und dann finde ich es auch nicht gut, dass das immer schlecht geredet wird. Ich finde es okay. Ja, jeder kann kaufen, was er will.

Cécile: Interessante Wendung, dieses Gespräch!

Nadine: Typisches Frauenthema. Es macht eben nicht jeder Hula Hoop und verliert mal schnell 20 Kilo. Aber gut, jeder hat andere Wege.

Nadine: Wir machen jetzt mal den Switch in Richtung Vereinarkeit bevor wir noch mehr abschweifen…

Was ist dein persönlicher Ausgleich? 

[00:48:30]
Cécile:
Ausgleich für mich sind meine 20 Minuten TV am Abend. 

Nadine: Die Kinder gehen in den Kindergarten und die Schule, oder?

Cécile: Also bei uns ist glücklicherweise die Kinderbetreuung ziemlich organisiert. Meine Große ist schon in der Schuleseitdem sie vier Jahre alt ist und  isst dort auch zum Mittag. Das ist gut so, ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist, aber in der Schweiz kommen die Kinder immer nach Hause, am Mittag.

Nadine: Das wird mittlerweile auch hier normaler. Immer mehr Schulen bieten Mittagessen an. 

Cécile: Also eine Freundin von mir in der Schweiz sagt, sie kann gar nicht zur Arbeit. Sie muss kochen und danach das Kind abholen. Das reicht zeitlich gar nicht um auch noch zu arbeiten.

Ich bin da auch nicht so eine Vorzeige-Mutter glaub ich. Also ich koche nicht so gerne.
Das bedeutet aber auch nicht, dass ich die ganze Zeit im Spa sitze und mich massieren lasse.

Jetzt wo die Kleine drei und die große sechs ist, es wird einfacher. Also an alle mit  kleineren Kindern, es wird einfacher!

Am Anfang, war mit dem Schlafentzug war es echt schwierig. 

Mütter sind alle Superheros. Mein Mann, der jetzt an dem Lockdown zuhause war und jetzt auch noch hauptsächlich von Zuhause aus arbeitet. Der sagt auch, es war ihm gar nicht bewusst, was da alles anfällt.

Nadine: Ja, total. Finde ich auch super. Das haben ganz viele realisiert. Mein Mann wusste das glücklicherweise schon immer, weil er entweder ganz weg oder mehrere Tage zu Hause ist. Das Thema war für ihn nicht neu. 
Morgens die Kleinen für den Kindergarten fertig machen, Krümel die unterm Tisch lagen sind abends ganz plötzlich weg. Die Spülmaschine, die jeden Tag läuft. Hier eine Viertelstunde. Da eine Viertelstunde. Das ist auch Fluch und Segen. Gerade wenn man zuhause arbeitet. 

Cécile: Es ist ein Spagat. Und ich glaube das alle, die sagen „ach, es kann alles so leicht sein“, Hilfe haben. Das setzt einen nur wieder unter Druck.

Nadine:  Ja, dann haben sie vielleicht eine Haushälterin oder die Oma. Das ist super, gönne ich jedem -aber dann auf Insta nicht so tun als wäre alles so easy bitte!

Cécile: Also ich habe ne Dame, die jeden Tag reinkommt. Fünfmal die Woche nach dem Frühstück sauber macht, damit ich direkt ins Büro kann. Und dann kann ich abends wieder für die Kids sein. 

Das war meine wichtigste Business Investition, ein Upgrade für eine tägliche Hilfe zu Hause.

Wir haben keine Familie in der Nähe. Wir haben die Kinderbetreuung, wir haben die Schule und das ist schon eine ziemliche Hilfe. 

Nadine: Und irgendwann schaffen es die Kinder dann auch, sich über längere Zeiträume selbst zu beschäftigen. Seit ein paar Wochen hört sich unser Sohne zwei Stunden oder noch länger Kassetten an. Sitzt in seinem Zimmer im Sitzsack, hört zu und spielt ein bisschen nebenher ein bisschen mit Lego oder Playmobil,. Und er will gar nicht, dass man ihn stört. Darauf hab ich fünf Jahre warten müssen. Ja, jetzt ist es die totale Befreiung und es wird einfach. Es wird besser.

cecile jemmet im podcast interview

Arbeitest du Vollzeit?

[00:55:15]
Nadine
: Was würdest du denn sagen – wie viele Stunden am Tag oder wie viel Prozent arbeitest du?  

Cécile:  In einer normalen Phase wahrscheinlich vier bis fünf Stunden bzw. eben einfach so lange, wie die Schulzeit ist.
Hier und da mache ich schon nochmal eine halbe Stunde dazwischen. Aktuell arbeite ich an einem Projekt, dann muss ich ein bisschen aufpassen. Ich beiße mich gerne fest, dann fällt es mir enorm schwer loszulassen. Da kann ich gut und gerne auch abends nochmal vier Stunden anhängen. Aber das muss auch so sein. Es ist dann eben eine Phase.

Nadine: Es macht ja auch Spaß. Mein Mann knallt sich abends auf die Couch, macht Netflix an und einer meiner Schreibtische steht direkt neben dem Fernseher. Da bleibe ich oft am Schreibtisch stehen und arbeite weiter. Das ist völlig okay, weil ich mache gerne, was ich tue. Es ist völlig fine für mich, dann zu sagen Jo, ich hab’s mir so ausgesucht und es ist in Ordnung. Ich müsste es schließlich nicht machen.

Cécile: Aber es ist ja auch toll, ein eigenes Unternehmen zu haben. Es ist nicht nur ein Job. Es ist eine Lebensentscheidung. Und es gibt einem so viel Freiheiten und so viel Freude. Man trifft tolle Leute

Man muss nicht nicht immer so hart mit sich sein. Es ist nicht einfach mit Kindern. Die Realität ist einfach so! Es ist ok, einfach mal zu sagen: ja, manchmal ist es echt, echt schwierig.
Und dann gibt es aber Zeiten, in denen ich wirklich mutig bin.
Oder ich gehe einfach mal mit meinen Freundinnen Mittagessen. 

Tipps für mehr Sichtbarkeit 

[00:58:08]
Nadine:
Was mache ich jetzt auf LinkedIn wenn ich wirklich bei Null anfange? Vielleicht habe ich ja schon 1000 Kontakte, weil ich alle immer angenommen habe. Guck ich die dann nochmal durch und sortiere aus?

Cécile: Würde ich nicht machen. Einfach das Netzwerk kontinuierlich aufbauen. Anfangen mit den Leuten, die man kennt, die hinzuzufügen und dann kontinuierlich die Zielgruppe suchen und hinzufügen.

Nadine: Und dann Bilder mit Texten posten? Oder kann ich auch nur Text posten?

Cécile:  Ja, auf jeden Fall. Das ist eigentlich ganz cool. Nee, wirklich. Manchmal hab ich einfach so ein Gedanke oder ein Satz aus aus einem anderen Beitrag. 
Also wenn man sich traut auf jeden Fall Videos. So lernt man dich besser kennen. Wir hatten ja im Vorgespräch schon darüber gesprochen. Über das Bauchgefühl. Das empfinden Menschen, wenn sie ein Video anschauen. 

Nadine: Wir haben lange gequatscht. Frauen eben. Vielen Dank, es war sehr schön. Ich hab auch was für mich mitgenommen. Ich habe mir wirklich vorgenommen, dass Thema anzugehen. Einfach mal aus Neugierde. 

Cécile:  Mach doch mit bei meiner nächsten kostenlosen Challenge. Wir gehen das Schritt für Schritt an. Es ist immer eine Party.

Nadine:  Mache ich auf jeden Fall. Ich bin auch ein großer Fan von Challenges, weil es ja auch so ein kleiner Arschtritt ist. 

Cécile: Auf jeden Fall großzügig sein. Manchmal kommen Leute auf mich zu: „hey, du gibst so viel in dieser Challenge, das ist doch viel zu viel.“ Aber schlussendlich geht mir wirklich darum, dass die Leute einfach in die Gänge kommen. Erste Erfolge sehen und die, die Hilfe wollen, die kommen ja dann auch im Anschluss wieder zu mir. Wenn ich nur einem helfen kann, den ersten Kunden über ne kostenlose Challenge zu gewinnen, dann ist mir das wert!

Nadine: Vielen Dank für deine Zeit, für das nette Gespräch. Wir könnten sicher noch eine Stunde weitermachen machen. Wir treffen uns zum Tee;-)
Hat mich sehr gefreut. Danke dir!

Mehr über Cécile, LinkedIn und ihre Challenge

Cécile ist ein ganz wunderbarer Mensch. Kennengelernt habe ich sie in meinem Podcast und irgendwie hat´s zwischen uns „klick gemacht“ und wir haben gequatscht wie zwei alte Waschweiber (jaja, auch mein Mann wäscht bei uns – aber manch ein Sprichwort mag ich einfach).
LinkedIn ist ihr Steckenpferd und Cécile bringt dir mit ihrer charmanten (englischen) Art ganz locker bei, wie´s funktioniert.

Das lernst du in Céciles Mastermind:
Klarheit zu finden, dich authentisch und auf eine schöne Art und Weise sichtbar zu machen und so die richtigen Kunden anzuziehen.

So, dass sie das Verkaufsgespräch über LinkedIn mit dir beginnen und nicht umgekehrt!

cecile jemmett bei mama business

Lerne Cécile vorab im MAMA BUSINESS Podcast kennen.

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