Wie werde ich VA (virtuelle Assistentin), Sascha Feldmann?

Sascha Feldmann digitalfrei
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Mein heutiger Interviewpartner Sascha unterstützt mit seiner Akademie Freelancer und virtuelle Assistenten auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Wie es dazu kam und welche Tipps er Business Mamas mit auf den Weg geben möchte, kannst du hier anhören, lesen oder anschauen;-)

MEHR MUT MAMAS!

Nadine

Lieber Anschauen statt Lesen oder Anhören?

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Nadine: Wie kamst du in die Selbstständigkeit und was gibt sie dir?

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MEHR MUT MAMAS!

Sascha: Ich bin gelernter Industriekaufmann, was mir aber nicht viel Spaß bereitet hatte. Deswegen fing ich an zu studieren, genauer gesagt International Management with Engineering. Hört sich cooler an, als es schlussendlich war. Als ich dann im Drittversuch durch Wirtschaftsmathematik durchgefallen bin, wurde ich exmatrikuliert.
Nebenbei habe ich mich aber schon nach einem Job umgesehen. Schlussendlich bin ich bei einer Marketingagentur in Köln als Projektleiter gelandet. Neben dem Studium hatte ich aber schon zeitgleich gearbeitet. Und habe Webseiten erstellt. Dabei habe ich Nischen-Webseiten explizit für mich entdeckt. Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich nie mit der Selbstständigkeit auseinandergesetzt habe.  Ich konnte es mir gar nicht erst vorstellen, da ich aus einer Arbeiterfamilie komme und dies früher eher untypisch war. Doch irgendwie bin ich immer wieder mit der Selbstständigkeit konfrontiert worden und schlussendlich „hineingeschlittert“.

Meinen damaligen Job habe ich bereits nach zwei Jahren aufgehört, weil es nicht das richtige für mich war. Während der Festanstellung hab ich digitalfrei aufgebaut und digitalfrei ist eine Anlaufstelle für virtuelle Assistenten, Assistentinnen, Freelancer und Freelancerinnen.

Zeitgleich habe ich in den USA gesehen, dass das Thema virtuelle Assistenz richtig brennt. Und ich dachte mir, ich muss die Leute irgendwie rüberholen. Ich stehe fürs zeit- und ortsunabhängig arbeiten. Aber wie kriegt man die Leute dahin?

Mit digitalfrei und mit dem Ziel groß zu werden bin ich eigentlich so losgestartet . Zuerst mit dem Podcast und der Podcast hat mir eigentlich gezeigt, dass das funktioniert!

Damals hatte man noch die Chance für ein Thema irgendwie der Erste zu sein. Das wird heute immer ein bisschen schwieriger. Damals war ich der erste Podcast, ich war der erste größte Blog. Das war ganz cool. Mittlerweile gibt’s natürlich auch mehrere Angebote und das ist auch toll. Denn gerade in dieser Online-Welt besteht das Ellenbogen-Prinzip nicht mehr .

Und das ist so geil. Es gibt für jeden eine Anlaufstelle. Das heißt ja nicht, dass jeder auch mit mir zurechtkommt oder mich gut findet. Dann geht er oder sie lieber zu dem anderen, aber er lernt trotzdem dieses Thema kennen. Und das finde ich mega gut.

Sascha, der Guru für weibliche VA´s

Nadine: In meinen Augen bist du das männliche Gegenstück zu Fidan. Also eine Art „Guru für weibliche VAs“. War das dein Ziel oder hat sich diese Zielgruppe irgendwie nach und nach ergeben?
Oder liegt es eher an deinem männlichen Charme, dass die Frauen bei dir gelandet sind?

Sascha: Es ist vollkommen legitim, wenn man sich auf eine bestimmte Zielgruppe, dann auch geschlechtermäßig spezialisiert. Ich habe  in den USA gesehen, dass das ganz, ganz viele Frauen machen, ganz, ganz wenige Männer. Aber ich habe es diesbezüglich nicht verstanden. Ich hab mir vorher gar keine Gedanken gemacht, dass ich das vielleicht auch machen könnte.

Und deswegen habe ich schlussendlich auch einfach so gestartet. Mir ist es egal, ob ein Mann oder eine Frau zu mir kommt. Also wie schon gesagt, ich habe so eine heile Welt. Mir ist egal, welchen Menschen ich quasi bediene. Hauptsache er/sie will wirklich orts- und zeitunabhängig arbeiten. Und deswegen bin ich gar nichts auf das Thema gendern eingegangen. Es gibt welche, die das machen. Ich bin da aber ganz unabhängig.

Was ist eine VA eigentlich genau?

Nadine: Der Begriff VA wird immer präsenter – aber kannst du uns trotzdem kurz die Unterschiede zwischen Freelancer, Freiberufler, VA und Selbstständiger erklären?

Sascha: Ich hab die Leute über den Begriff virtuelle Assistenz gezogen und ziehe sie immer noch damit. Es ist einfach damit verbunden, dass sie halt wirklich danach schauen.

Kurz und knapp VA erklärt: jemand der digital und zeitlich frei arbeiten möchte.

Unter Freelancer oder Freiberufler denkt man oft nicht an Social-Media-Manager oder ähnliches, sondern eher in den Bereich der Fliesenleger oder weiteren nicht digitalen Arbeitsbereichen.

Oftmals denken die Leute der Name Assistenz im Namen könnte irgendwie schlechter sein, bei deinen Gehaltsverhandlungen oder in anderen Bereichen.
Könnte vielleicht im ersten Anlaufpunkt sein, wenn dein Kunde sich auch noch nicht mit dem Thema virtueller Assistenz auskennt. Aber wenn du mit Leuten zusammenarbeitet, die online unterwegs sind, die wissen genau, was eine virtuelle Assistenz macht und dann wirst du niemals als Billiglohn-Kraft abgeschoben. Denn eine Assistenz macht nicht nur Fleißaufgaben und arbeitet irgendwie zu, sondern sie kann auch ganze Themen einfach übernehmen. Schlussendlich ist nur wichtig, dass du hauptsächlich digital arbeiten und deine Zeit frei einteilen möchtest.

Wovon lebst du?

Nadine: Welche Hilfe bietest du VAs an? Also welche Produkte finden sie bei dir?

Sascha: Ich habe mich bei meinem Business für ein Membership Verfahren entschieden. Das Tolle an so einem Mitgliederbereich, bei dem die Leute einen monatlich Beitrag bezahlen, ist,  dass sie kontinuierlich betreut werden.
Wir haben in dem Membership, ich nenne das die digitalfrei Academy, einen Bereich, in den die Leute reinkommen können, einen Grundkurs durchlaufen, aber auch die Option, dich mit der Community auszutauschen und mit mir jede Woche ein Q&A Treffen zu veranstalten.
Das heißt, wir treffen uns auf Zoom und gehen die Probleme an, egal wo du gerade stehst.

Ist es vielleicht so, dass du schon fortgeschritten bist und noch weiter wachsen willst? Komm rein. Es gibt auch technische Sachen für dich!

Der Mitgliederbereich war in erster Linie ausgerichtet auf technische Themen. Dort habe ich den Leuten Active Campaign gezeigt, oder Divi beigebracht.
Als ich dann aber gesehen habe, sie brauchen Support bei einem Schritt davor, kam die Membership ins Rollen.
Die Leute sind Fortgeschrittene & blutige Anfänger:

Denn ganz ehrlich, es gibt nicht DEN Online-Kurs, bei dem du in drei Monaten erfolgreich in die virtuelle Assistenz kommen kannst. Das gibt es nicht!

Ja nur es sagt einem keiner. Und deswegen gibt es den Membership Bereich, wo die Leute kontinuierlich immer weiter lernen wollen. Und wenn sie keine Lust mehr haben, können sie rausgehen.

In eine solche Mitgliedschaft einzutreten ist mehr als vorteilhaft für dich:

  • Man trifft sich regelmäßig und
  • man setzt sich auch so ein bisschen Ziele.
  • Man tauscht sich aus,
  • man holt vor allem auch Feedback ein, wenn man gerade erst Dinge neu aufbaut.

Und das ist motivierend und förderlich für den Erfolg. Und wie so oft, wenn man Geld für etwas bezahlt ist dies verbindlich und wird ernster und gewissenhafter wahr genommen.

Der Erfolg entsteht aber erst dann, wenn man sich bewusst geworden ist: „es muss gearbeitet werden!“

Und was ganz wichtig ist (und was man halt am Anfang auch noch nicht weiß- auch ich nicht), dass dein Business eigentlich nur über Beziehungen funktioniert, über Netzwerken.

Und gerade wenn du dann so eine geschlossene Community hast und du dich weiterempfiehlst, du dich austauscht, du auch auf offline Veranstaltungen gehst, dann wird man dich kennenlernen. Das ist einfach Gold wert!

DOs & Don´ts für selbstständigen Mamas

Nadine: Hast du 3 Dos & Don´ts, die du selbstständigen Mamas mitgeben kannst? Gerne typische Learnings, die du immer wieder bei deinen Kundinnen feststellst?

Sascha: Ich nenne das Erfolgsweg. Es gibt nicht den perfekten Weg und jeder hat auch für sich einen anderen We. Es gibt aber Punkte, die sind für alle gleich oder ehrlich. Meine drei wertvollsten Tipps für dich:

      1. Zeitmanagement: Als Mutter musst du dich -oder kannst du dich nicht nur um dich und deine Arbeit kümmern, sondern du hast Verpflichtungen und Aufgaben, die nebenbei erfüllt werden müssen. Das bedeutet wirklich Kalender nehmen, Uhrzeiten nehmen, dann die Wochentage nehmen und alle Termine eintragen und sich die Woche planen. Wichtig hierbei: sich auch an die Businesszeiten zu halten und nicht durch anderes (kurzfristig) zu ersetzen. Das ist die ideale Woche. Die ideale Woche wird nie so passieren. Ja, aber je mehr du dich daran hältst, desto besser wird dein Zeitmanagement und desto näher kommst du dieser idealen Woche. Und umso erfolgreicher kannst du starten.
      2. Positionierung und Zielgruppe: Wie kann man die Frau positionieren? Wie kann sich die Frau selbst positionieren? Und dann wird ausprobiert. Da wird dann drei, vier Monate draufgegangen. Hat es funktioniert? Wie läuft es mit den Kunden? Funktioniert das?
      3. Kundenakquise: Wenn man dann aber erst mal in der Mundpropaganda-Spirale ist, dann ist alles halb so wild. Aber dieser Weg dorthin ist gar nicht so einfach. Ganz nach dem Motto: „Lieber irgendwas machen, bevor man gar nichts macht!“

Tipp: Nutzt Videos, um euch zu bewerben. Denn für mich persönlich ist es immer ganz cool, den Gegenüber zu sehen. Und ich spreche hier auch aus Erfahrung.

Nadine: Gab es auf deinem persönlichen Weg in die Selbstständigkeit Fehler, die du uns verraten möchtest und aus denen wir lernen dürfen?

Sascha: Glücklicherweise kein riesen Fehler, aber immer wieder ganz viele Fehler. Bei mir war es beispielsweise die Zielgruppe. Ich hatte meine Positionierung im Sinne ich wollte Webseiten erstellen, aber ich habe am Anfang natürlich auch jeden genommen:

Kommt her zu mir, ich mach Webseiten.

Bis ich dann auch herausgefunden habe, dass eine bestimmte Personengruppe absolut nicht zu mir passt. Und dann habe ich das auch schnell geändert.

Was ich auch unterschätzt habe, ist das in die Community gehen, dass ich mich wirklich mehr austauschen kann. Zusätzlich geht man dann noch auf  Netzwerk-Veranstaltungen, was viele Vorteile für einen bringt.

Der Erfolg ist es auch, ein großes Netzwerk zu haben. Umso bekannter, umso höher die Chancen.

Aber keine Angst vor Fehlern, man lernt nur daraus. Gehe auch mal Risikos ein, es kann sich oftmals lohnen!

Nebengewerbe oder kaltes Wasser?

Nadine: Würdest du immer sofort ins kalte Wasser springen und Vollzeit in die Selbstständigkeit starten? Gerade Mamas denken oft während der Elternzeit darüber nach. Was wäre hier deine Empfehlung? Zuerst einmal in Teilzeit zurück in den alten Job und dann nebenher gründen oder gleich mit vollem Herzblut rein in die neue Aufgabe?

Sascha: Es ist gut, wenn du nebenberuflich startest! Weil dann hast du zumindest parallel Einnahmen, du kannst dich finanzieren, dich ein bisschen querfinanzieren und du hast halt eine geringe Fallhöhe! Wenn irgendwas nicht funktioniert, bist du genau wieder an dem Punkt, wo du warst.

Hinter den Kulissen

Nadine: Für welche Aufgaben hast du selbst Unterstützung durch VAs?

Sascha: Zum einen habe ich Cindy. Ich bezahle sie dafür, dass sie mein Podcast vorbereitet. Das heißt, ich komm nur noch zu den Terminen. Sie macht alles in der Postproduktion mit Terminfindung und weiteres, was dazugehört.

Zum anderen habe ich noch eine Freundin auf Minijobbasis. Sie hat keine Ahnung von Marketing und ich helfe ihr dabei. Eine win-win Situation. Ich erkläre ihr diese Welt und sie lernt täglich dazu und ich bekomme Unterstützung in den Backoffice Geschichten.

Darüber hinaus habe ich noch Laura, sie arbeitet in der Academy mit und schreibt hin und wieder Artikel für mich und erledigt auch größere Sachen in Sachen Sacharbeiten, was mir sehr hilft.

Wenn möglich ist es richtig und gut sich Unterstützung zu holen. Es gibt immer Leute die Themen besser beherrschen oder Themen, die du nicht gerne behandelst und gerne abgibst. Schlussendlich entsteht eine win-win Situation für alle.

Nadine: Wenn du nun die Selbstständigkeit mit deinem Angestellten-Dasein vergleichst – lohnt es sich finanziell mehr oder wird die Lücke durch viel mehr Freiheit kompensiert?

Sascha: Die Anfangsphase und die mittendrin Phase ist mega schwierig, die muss man überwinden. Gerade, wenn man sich eine  Community aufbauen muss. Das ist alles mega schwierig, Kunden finden zu müssen. Also wer denkt, dass das einfach ist, der ist fehl am Platze. Wenn du auch Erfolg haben möchtest oder irgendwas schaffen möchtest, dann ist es harte Arbeit!

Und was für mich der Punkt ist, ich würde sagen, ich hab das geschafft in dem Sinne, ich muss mir jetzt keine Gedanken, dass ich nächsten Monat meine Rechnungen bezahlen kann. Klar muss digitalfrei noch weiter wachsen, damit ich auch noch an das Geld komme, was ich als Freelancer verdient habe.

Aber Selbstständigkeit ist für mich Flexibilität und das liebe ich. Es hat alles Vor- und Nachteile. Ich glaub, ich bin wirklich dazu gemacht, selbstständig zu sein. Ich hab keine Lust, mir von irgendwem was sagen zu lassen. Aber es ist nicht leicht und das sollte jedem bewusst sein!

Mehr über Sascha und seine digitalfrei-Welt findest du hier.

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1 Kommentar

  1. Glücklicherweise haben wir in unserer Firma persönliche Assistenten und Assistentinnen. Trotz allem würden wir auch nicht davor zurückschrecken, eine virtuelle Assistenz zu beauftragen. So kann man auch von Fachkräften profitieren, die nicht im direkten Umfeld leben.

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