Was kostet die Selbstständigkeit, Markus?

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Podcastinterview mit Anwalt Markus

Liebe Business Mama. Willkommen zu einer neuen Interview-Folge in Mama Business Podcast. Heute spreche ich mit meinem Freund und Anwalt Markus über Geld.

Was kostet dich die Selbstständigkeit und was musst du zwingend beachten und vorbereiten, bevor es ans Geldverdienen geht?

Wir unterhalten uns über deine Gründungskosten die Ausgaben ganz allgemein und das Thema Fördermittel. Und um dir die wichtigste Information gleich vorweg zu verraten, wenn du als Einzelunternehmer den Status bezahlst sind es circa 30 Euro für eine Anmeldung eines Gewerbes. Ist, dein Ziel eine GmbH kostet dich die Gründung vom Notar beglaubigt ungefähr 850 Euro. Viel Spaß beim Zuhören.

Und wenn du noch gerne weitere Informationen zu diesem Thema hören möchtest – Teil 2 bitte hier entlang.

[In den eckigen Klammern findest du die Zeit des Podcast, falls Hören doch cooler wäre als Lesen?  00:01:11]

Los gehts!

money, money, money

[00:01:11]

Markus:  Wir gehen jetzt mal davon aus, dass das, was du tust, Gewerbe ist. Dafür werden dann um die 30 – 35 Euro Gründungskosten von dir verlangt. Die kann man aber nicht so pauschal immer sagen. Und wenn du dann schon alles hast, was du zum Arbeiten brauchst, kannst jetzt loslegen!

Bei einer GmbH Gründung sieht das schon wieder anders aus. Wir wissen, dass bei einer GmbH die Hälfte des Mindeststammkapitals, welche 25 000 Euro betragen, also 12 500 Euro, nachgewiesen werden müssen, dass diese auf dem Geschäftskonto liegen. Dann werdet ihr auch eingetragen.

GmbH & Notar

[00:02:09] 

Markus: Schritt 1:

Ich brauche einen Entwurf und dann die Beurkundung des Gesellschaftsvertrags. Zudem müssen die Gesellschafter durch Beschluss bestellt werden.

Schritt 2: 

die Gesellschafterliste, Abstimmung der Firmierung mit der IHK. Des Weiteren die Handelsregister Anmeldung und Unterschriftbeglaubigung, Übermittlung, Überwachung der Stammkapitaleinzahlung durch Notar, Auslagen für Ausdrucke und Kopie, Auslagenpauschale Gerichtskosten, wenn ihr eingetragen werdet.

Wenn du jetzt eine Person GmbH bist, kostet dich das 833 €.

Gesellschafter, Liste, Vertrag, Beschluss, Bestellung und mehr bekommt man für 833,50 Euro + Umsatzsteuer. Mehrere Gesellschafter innerhalb der GmbH, dann kostet es 842,50 Euro.

Die GmbH Gründung kostet unter 1000 Euro!

Gründung im Internet?

[00:03:33] 

Markus: Es gibt aber auch Firmen im Internet, die für weniger Kosten die entsprechenden Unterlagen beschaffen.

Nadine: Ist das seriös, sollten wir auf so etwas einlassen?

Markus: Du wirst es spätestens dann merken, wenn sie dich nicht beim Amtsgericht eintragen. Dann hat irgendwas nicht funktioniert. Aber im Großen und Ganzen ist es in Ordnung, wenn man mit dem Preis ein Problem hat. Solch einen Gesellschaftsvertrag kann man sich im Internet besorgen, wo man dann die Gesellschafterliste selbst schreibt.

Nadine: Was ist eine Gesellschaftsliste?

Markus: Eine Gesellschafterliste ist im Prinzip ein hinterlegtes Dokument im Amtsgericht. Wer ist Gesellschafter und wer ist beispielsweise nur angestellt! Du kannst ja auch einen Geschäftsführer haben, der es angestellt ist, aber kein Gesellschaft. Und die Gesellschafter müssen in der Liste quasi hinterlegt werden. Die Kosten entstehen aber nicht durch die Liste an sich, sondern durch die Beglaubigung vom Notar. Und damit auch deine Unterschriften als Gesellschafter. Es muss ja Nachweise geben, dass du das bist, auch mit Personalausweis. Kurz gesagt, eine GmbH Anmeldung kostet knapp unter 900 Euro. Die Notarkosten, die Gewerbekosten und die Umsatzsteuer, welche man sich aber wieder zurückholen kann.

Nadine:  Ist gar nicht so schwer, ne?!

Um noch einmal zum Stammkapital zurückzukommen. Das sind ja keine Kosten. Ihr zahlt keine 12 500 Euro bzw. 25 000 Euro an den Staat oder das Finanzamt, sondern das bleibt euer Geld. Das ist nur eine Voraussetzung, ein sogenanntes Startkapital auf eurem Geschäftskonto.

Markus:  An dem Tag, wo der Notar das bestätigt, müssen die 12 500 Euro auf dem Konto liegen. Für den fehlenden Betrag haften die Gesellschafter privat. Mit dem Geld dürft ihr danach auch arbeiten. Es muss halt im Zeitpunkt der Eintragung vorzeigbar sein.

Wie sieht es bei der GbR aus? 

 [00:06:16]

Markus: Bei der GmbH Gründung gibt es gesetzliche Vorschriften, dass das notariell beurkundet werden muss. Das sind die Kosten, damit sind die Eintragungskosten und die Gerichtskosten. Bei einer GbR-der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (das ist eine Personalgesellschaft keine Kapitalgesellschaft), da muss ich nichts notariell beurkunden lassen. Ich mache mir den Vertrag und benötige bei einem Gewerbe nur die Anmeldung. Diese schwanken von 30 bis 60 Euro. Dies liegt daran, wo ich meine Gewerbe anmelde. Eher auf dem Land oder in der Stadt. Aber für den Gesellschaftsvertrag bei der GbR brauche ich auch keine Gesellschafterliste.

Ich benötige keine Beurkundung- und Notarkosten.

Grundsätzlich, wenn es darum geht „billig will ich“, ist das der einfache Weg😉

Finanzen planen

[00:07:26] 

Markus: Zuerst sollte man sich Gedanken dazu mache, wie hoch meine monatlichen Ausgaben sind. Weil im Vergleich zur Festanstellung bekomme ich jetzt kein mehr gleiches Gehalt pro Monat. Unter den Ausgaben versteht man die Miete usw. Diese Kosten sind da, ob ich jetzt abhängig beschäftigt bin oder selbstständig.

Nadine: Das finde ich einen ganz, ganz, ganz wichtigen Punkt. Ein absolutes MUSS vor dem Businesstart!

Man setzt sich einmal hin, auch wenn es total unangenehm ist und keinen Spaß macht und schaut sich die Kontoauszüge der letzten  ein bis zwei Jahre an.

Es geht dabei darum wirklich zu wissen wie viel Geld brauche ich denn im Monat für alles insgesamt.

Darunter fallen Kosten für Spaß, für Auto, für Versicherungen.

Darum ist es eben auch so wichtig, das volle Jahr zu betrachten. Es gibt vielleicht Versicherungen, die zahlst du nur jährlich. Ganz einfach kann man dies tun, wenn man alle Kosten in einem Exceldokument oder auch einer Tabelle zusammen trägt. Dies zeigt dann einem schlussendlich, wie hoch die jährlichen Kosten liegen. Das sollte auf alle Fälle die Basis sein, auch wenn die Aufgabe keinen Spaß macht.

In meinem BLOG Beitrag „Deine 3 Optionen  nach der Elternzeit“ habe ich hierfür auch eine kleine Vorlage erstellt, die du hier findest. 

Markus:  Ich benötige einen Ausgangspunkt, um mir von da aus ein Ziel zu stecken. Also: Ich habe bisher so und so viel verdient. Hier habe ich meine Ausgaben, die kommen auf jeden Fall, auch wenn ich mich jetzt selbstständig mache. Wir reden jetzt gar nicht von einem Businessplan, weil der Businessplan betrifft dann ausschließlich die betriebliche Seite, sondern von einem „komplett Plan“.
Darunter fallen dann die betrieblichen, als auch die privaten Kosten. Je nachdem, was für eine Unternehmung ich habe, kann ich schauen, welche privaten Kosten kann ich zukünftig denn in den Betrieb „schieben“?

Alle haben z.B. ein Auto und es wäre eigentlich Blödsinn, wenn das reines Privatvergnügen bleibt, obwohl ich eine Firma habe. Also Auto ist immer so ein Punkt, wo ich sagen kann, da kann ich die Ausgabenseite minimieren, weil der Sprit wird deswegen nicht billiger und die Instandsetzung auch nicht. Aber ich kann es für mich steuerwirksam absetzen. Das heißt, am Ende des Jahres kommt dann trotzdem ein Benefit raus.

Danach kommen die Kosten, welche sich Betriebs- und Geschäftsausstattung nennen, was muss ich Neues anschaffen? Brauche ich jetzt irgendwelche großen Investitionen z.B: Computersoftware? Muss ich eine Website haben? Muss ich einen Online-Shop bauen? Wichtig! Das sollte man einkalkulieren und ich kann nur empfehlen, sich da auch im Vorfeld ein paar Angebote machen zu lassen.
Zudem kann man noch dazu sagen, dass man sich nicht immer für die günstigste Variante entscheiden sollte. Wenn man sich dazu entschieden hat, auch Fremdkapital zu nutzen, weil man zum Beispiel nicht an die privaten Reserven gehen möchte, dann sollte man aber immer eine Kalkulation präsentieren können, die Hand und Fuß hat und eher ein bisschen restriktiver ist. Leichtsinnige Ausgaben sind am Ende Kosten, die eben auch einen Gewinn schmälern.

Nadine: Es macht anfangs wirklich Sinn zu sagen, ich versuch mal mit einem minimalen Aufwand zu starten und nicht gleich alles raus zu ballern, was ich vielleicht die letzten 20 Jahre auch erarbeitet habe (an Erspartem).

Markus: Bei der Gründung ist es so: man kann viel Geld ausgeben, auch wenn man noch keine einzige Minute irgendetwas verdient hat. Und eigentlich sollte es umgekehrt sein.

Ich glaube, der Königsweg ist, dass man mit einem relativ überschaubaren Aufwand startet, weil aufsatteln kann ich immer, aber dazu muss es laufen.

Deswegen nochmal mein Anliegen: gerade wenn es um das Thema Gesellschaftsform geht! Es gibt immer Folgekosten. Ihr müsst nicht nur sehen, was kostet mich jetzt die Gründung der GmbH, sondern die nächsten fünf Jahre.

Darunter fallen: Steuern, Steuerberater und so weiter.

Es gibt Gesellschaftsformen, die sind immer gewerblich. Wenn ein Anwalt der ein Freiberufler ist (der also keine Gewerbesteuer zahlt) eine Anwalts GmbH gründet, zahlt er ab dann wegen der GmbH Gewerbesteuer. Ihr könnt also auch zusätzlich Steuern auslösen, nur durch die Gesellschaftsform!

Auch wenn ihr ein Heilberuf macht oder ähnliches, was unter diese Berufe fällt, die eigentlich freiberuflich sind wählt, ist das der Fall! Zusätzlich muss auch die Gewerbesteuer gemeldet werden. Da kriegt der Steuerberater auch wieder Geld dafür. Dies sind alles Kosten.

Nadine: Für den Anfang macht es definitiv Sinn, nicht gleich aus dem Vollen schöpfen zu wollen.

 

schritte zur selbständigkeit

Du bist Mama und spielst mit dem Gedanken, eine Selbständigkeit aufzubauen?


Aber du weißt gar nicht, wo du anfangen sollst? 


Dann hab ich was für dich: Meine kostenlose Checkliste verrät dir in 13 Schritten, was du für deine Selbständigkeit brauchst und woran du denkst musst:

 

Fördermittel

[00:15:03]

Markus:  Fördermittel gibt es mehr als man denkt.

Möglichkeit 1 – Agentur für Arbeit alias Das Arbeitsamt

Viele bekannte Missverständnisse lauten , dass man nur Anspruch auf Existenzsicherung hat, wenn ich gekündigt wurde. Möchte ich mich selbstständig machen, sollte ich zum Arbeitsamt und erklären, warum ich dies den möchte. Die werden im Zweifel immer sagen, dass man sich selbstständig machen sollte. Denn dies ist für sie längerfristig der größere Benefit.

Unternehmen schaffen Arbeitsplätze. Ein Arbeitsplatz schafft keinen weiteren Arbeitsplatz. Wenn das Arbeitsamt zusichert, dass man in der aktuellen Situation Unterstützung erhält, ist schon mal die erste Hürde vielleicht abgeschafft.

Möglichkeit 2: Förderprogramme

Diese gibt es bei den Banken, auch bei den Landesbanken. Die haben auch sehr, sehr gute Konditionen. Als wir damals die Kanzlei gekauft haben, welche wir kreditfinanziert haben, hat uns die Landesbank Baden-Württemberg einen Kredit gegeben zu einem super Zinssatz. Das war ein Träumchen, aber die sehen ihre Aufgabe auch darin, so etwas anzuschieben. Die wollen damit kein Geld verdienen, weil sie es eher langfristig sehen. Die sagen, wir geben euch jetzt 50 000 Euro und wenn die Sache läuft, kriegen wir die 50 000 Euro locker wieder zurück. 

Nadine: Aber es ist sehr wichtig zu unterscheiden zwischen „was kriege ich wirklich bar auf die Hand“ und muss es nicht zurückzahlen und was ist vielleicht nur ein günstiger Kredit?

Markus: Die meisten Sachen sind nur günstige Kredite, da du einen Verbindungsnachweis benötigst. Da muss schon ein Konzept dahinter sein. Die wollen auch einen Businessplan mit Eckdaten sehen. Wo seht ihr euch in drei Jahren? Was ist die Ausgabenseite? Wie gedenkt ihr überhaupt Geld zu verdienen?
Das Zweite ist natürlich, dass man sich dann bei den zuständigen Berufskammern informiert, ob ich eine Gewerbezulassung benötige. Gibt es irgendwelche Sondergesetze, die ich erfüllen muss, wo ich eine Erlaubnis brauche, wo ich vielleicht eine Qualifizierung brauche.

Nadine: Das demotiviert am Anfang. Es gibt keinen richtigen Leitfaden, der dir sagt: du gehst zuerst auf Amt 1, danach folgt am Amt 2und die Finanzierung regeln wir bei Institut XY. Es ist leider wirklich ein zusammenstückeln der Informationen.

Möglichkeit 3: Netzwerke.
Bei uns ist das beispielsweise das Cyber Forum. Die kooperieren mit dem Land Baden-Württemberg. Das Land Baden-Württemberg stellt sogenannte Innovationsgutscheine zur Verfügung. Und da gibt es tatsächlich Fördermittel, die man auch nicht zurückzahlen muss. Man investiert für ein Forschungsprojekt beispielsweise und das wäre zu 50 Prozent getragen, wenn man diese Förderung erhält. Es gibt durchaus Anlaufstellen, die auch spannend sein können.

Markus: Es gibt auch die lokalen Banken, die immer ein offenes Ohr haben. Wenn jetzt die Idee nicht ein absolutes Minusgeschäft wird. Es steht und fällt mit dem Businessplan. Je genauer und strukturierter und je durchdachter auch die Zahlen sind, kann dein Leser es nachvollziehen. Deswegen gibt es so viele Anlaufstellen, da kann man sich schon Verlieren. Das Finanzamt ist nicht unbedingt die Anlaufstelle, um Fragen zu stellen. Die haben eine andere Aufgabe. Ich denke an die Industrie und Handelskammern, die da eigentlich sehr gute Leute haben.

Dann gibt es z.B. noch  Kooperationen über die Kammern, das Arbeitsamt oder Netzwerke wie z.B. das CyberForum (hier bei uns in Karlsruhe), bei denen man zu einem Unternehmensgründung-Gespräch geschickt wird. Da zahlt man nichts und die Leute haben nicht nur das Know-how, die haben auch Connections und ganz gute Tipps, wie es weiter gehen könnte. Das sollte man im Vorfeld alles nutzen. Einfach um auch mal so ein bisschen ein Gespür zu bekommen, wo die Reise hingeht.
Einfach nur losrennen kostet meistens mehr Geld, als wenn man sich vorher ein bisschen informiert.

Fragt doch auch einfach mal bei eurer städtischen Wirtschaftsförderung an, was sie vielleicht bieten…

Als ich damals die Anwaltskanzlei seinerseits gekauft habe, erhielt ich den Gründungszuschuss. Dieser war jetzt nicht besonders hoch, aber immerhin etwas. Zudem wurde mir gesagt, dass ich noch die Möglichkeit habe, ein Jahr freiwillig in die Arbeitslosenversicherung zu zahlen. Das waren nur 35 Euro Monat. Wäre mein Vorhaben gescheitert hätte ich noch eine Absicherung gehabt. Das sind kleine Ausgaben die sich lohnen.

Aber das muss man eben wissen, denn es muss einen jemand darauf hinweisen.

Und danach stellt sich für viele Personen in der Selbstständigkeit die Frage mit der Krankenversicherung.

Gesetzlichen Krankenversicherung oder Private?

[00:21:34]

Markus: Bei mir war es seinerzeit so, dass die private Krankenversicherung doppelt so günstig war, wie die gesetzliche. Ich bin bis heute drin, aber das können Kosten sein, die sich relativ schnell zusammentragen. 

  • Eine gesetzliche Krankenversicherung lohnt sich dann, wenn man Kinder hat, die über mich mitversichert ist/ sind. Also wenn ich noch einen Ehepartner, Lebenspartner, Freund, Freundin habe, die gesetzlich versichert ist, und bei der/dem die Kinder „mit rein“ können, ist das immer besser.

Ich alleine hätte immer gesagt: private Krankenversicherung, da kannst du die Bausteine auswählen, wie du versichert werden möchtest. Dort kann man eine Menge Geld sparen.

Nadine: Aber wie sieht es im Alter aus? Also tendenziell ist das ja der Grund, warum sich viele gegen die private Krankenversicherung entscheiden.

Weil, wenn du älter wirst, wird das sehr wahrscheinlich zu teuer. Also meine Großeltern haben mir stets abgeraten.

Markus: Ich gehe davon aus, dass das System der Krankenkassen sowieso reformiert wird. Die Kostenexplosionen wird kommen. Wir können nicht ganze Bevölkerungsteile quasi liquidieren, indem wir sagen die Rente ist weg und du hast noch nicht mal deine Krankenversicherung bezahlt.
Ich bin kein Versicherungsmakler. Es kommt auf die individuelle Situation an.
Ein Versicherungsmakler hat zu mir gesagt: Markus, wenn du das so und so machst, sparst du das und das. Dafür fallen die Bausteine weg. Und ich habe damals gesagt, ich bin noch jung, ich bin gesund, rauchen tue ich nicht und betreibe ebenso kein Risikosport, da spare ich mir eine Menge Geld. Und so hat sich das für mich gerechnet. Ich habe seinerzeit auch als Anwalt jeden Cent umdrehen müssen. Wir haben mit Schulden gestartet, das Geld muss zurückbezahlt werden. Und alles, was ich mir einspare, ist am Ende das, was ich zum Leben habe. Es gibt gewisse Kosten, die einfach auf einen zukommen. 

Nadine: Ich bin in der gesetzlichen geblieben und sehr zufrieden damit…

Muss ich zum Steuerberater?

[00:24:24]

Markus: Der Steuerberater ist immer eine sehr gute Anlaufstelle für alle Fragen. Da wird schon so viel Know-how gemeinsam durchgesprochen.

Nadine:  Ein sehr guter Hinweis, einfach mal vorher zu fragen, was mich das kosten wird. Mit welchen Kosten muss ich den rechnen? Und davor scheuen sich viele. Ein Tipp wäre, zu Beginn zu sagen, ich würde gerne mit Ihnen arbeiten. Geben Sie mir doch bitte mal einen groben Richtwert, wenn ich gerne Dies&Das wissen möchte.
Und zudem kann ich mein vorhandenes Budget nennen, welches ich für meinen Steuerberater habe. Dieser kann dann von vorneherein ja, nein sagen.

Markus: Steuerberater sind ja auch in der Regel daran interessiert. Und vielleicht suche ich mir halt auch einen Steuerberater, der zu mir passt und gehe nicht in den Glaspalast in Köln zur KPMG.

Aber es gibt genug Steuerberater, die selber jung sindd und gegründet haben. Die sind an langfristigen Geschäftsbeziehungen interessiert. Und das ist bei Anwälten nichts anderes.
Deswegen hingehen und fragen kostet nichts.
Die Steuerberaterkosten im Businessplan schon mit einplanen!!  Natürlich sind das Betriebsausgaben und die kann man auch ansetzen, auch bei der Bank.

Gründungs-Szenario

[00:25:58]

Nadine:  Lass uns mal ein typischen Gründungs-Szenario durchspielen.
Ich möchte ein Unternehmen starten. Ich habe ein paar Jahre vorher gearbeitet und habe ein paar Euro gespart, die ich aber nicht unbedingt gleich in mein neues Unternehmen einbringen möchte. Ich habe aber eine tolle Idee und ich möchte einfach starten. Wenn ich ein Gewerbe bin, benötige ich erstmal nur die Gewerbeanmeldung von circa 30 Euro. Punkt?!

Markus:  In der Regel kann ich sofort loslegen. Das meiste, was ich am Anfang habe, sind die Kosten, die der Staat verlangt. Auch die Gewerbeanmeldung. Wenn ich etwas tue, bei dem ich keine Sondererlaubnis brauche.  Bei manchen Tätigkeiten muss ich mich mit der Gemeinde absprechen. Wo darf ich stehen? Was kostet mich die Konzession? Wie lange darf ich dort stehen? Was muss ich? Das wäre z.B: bei einem Marktststand der Fall…

Das mit der Gewerbeanmeldung, die kann man auch noch nachträglich machen, übrigens auch beim Finanzamt. Ja, die Gewerbesteuer wird ja auch nicht monatlich erhoben. Das Finanzamt sieht schon, wenn ihr eure Steuerunterlagen abgebt, dass da ein Gewerbe sein könnte. Das Finanzamt wird dich im Zweifel immer zum Gewerbe machen. 

Aber das sind dann wirklich Spezial-Fragen. Loslegen kann man relativ schnell. Und wie gesagt, Gründungskosten an sich sind überschaubar. Das meiste sind Betriebsmittel, in die man noch investiert.

Nadine: Wieviel Geld brauche ich also nur um starten zu dürfen? 

Markus: Da können wir jetzt mal pauschal sagen: unter 100 Euro!

Hinweis:
Noch ein kleiner Hinweis am Rande. Bitte vergiss nicht, dass alle meine Inhalte keine Rechtsberatung darstellen. Meine Gäste und ich berichten lediglich über unsere Erfahrungen und geben dir persönliche Tipps. Wenn du allerdings auf der Suche nach rechtlicher Unterstützung bist, hör dir gerne die Folgen mit meinem Freund und Anwalt Markus an, um zu sehen, ob er dir vielleicht sympathisch ist und ihr zusammenarbeiten wollt. Und falls ja, schreib mir eine Mail an nadine@mama-business.de  oder buche einen kostenlosen Kennenlern-Termin mit Markus.

Weiter zu Teil 2

Hier geht´s zur 2. Folge des Themas „Was kostet die Selbstständigkeit“

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