Vom BLOG Beitrag zur fertigen Podcastfolge

vom BLOG Beitrag zum Podcast

Du stellst dir die Frage, worüber du in einem Podcast eigentlich sprechen sollst? Na ganz einfach – über den gleichen Content, den du auch in deinen anderen Kanälen besprichst.

Storys verschwinden nach 24h und dein Social Media Feed rutscht immer weiter nach unten.
Beides Gründe, um über eine nachhaltigere Form der Contenterstellung nachzudenken:
Dein BLOG in Kombination mit deinem Podcast.

Deine Zeit ist kostbar und du hast vielleicht noch kein Regiment an MitarbeiterInnen um dich herum, die dir all die vielen Fleißarbeiten abnehmen. Also gilt es, effizient zu haushalten. Das Thema Content-Creation ist an vielen Stellen ein Zeifresser, aber es gibt auch einige Tricks um aus einem langen Text, wie beispielsweise einem BLOG Beitrag kleinere Happen für deine weiteren Kanäle wie z.B. Newsletter, Social Media & Co zu erstellen.
Ohne hier jedesmal bei Null beginnen zu müssen. 

Und heute machen wir es uns noch einfacher als sonst, denn wir müssen ausnahmsweise NICHTS anpassen. Sondern können deinen BLOG Beitrag 1:1 in eine Podcastfolge verwandeln…Aber genug geschwafelt. Los geht´s!

Falls dich der umgekehrte Weg interessiert, fidest du hier die Anleitung:

Vom Podcast Transkript zum fertigen BLOG Beitrag

Hinweis: 
Falls du an dieser Stelle noch viele Fragezeichen über dem Kopf hast, kann ich dich beruhigen. Heute geht´s tatsächlich um eine etwas fortgeschrittenere Aufgabe. Wenn du noch gar keinen Podcast hast, lies hier nicht weiter. Dazu erstelle ich bald eine eigene Anleitung;-)

In 7 Schritten vom BLOG Beitrag zur fertigen Podcastfolge

Schritt 1: Integriere einen BLOG auf deiner Website

Du nutzt einen Baukastensystem wie WIX, Squarespace, Jimdo & Co oder ein Website-System wie WordPress? Wunderbar. Damit hast du bereits deine Basis, die lediglich um einen BLOG erweitert werden muss. Das ist bei beiden Systemen mit ein paar Klicks erledigt. 

Wenn du nun also deine ersten BLOG Artikel geschrieben und live gestellt hast und diese einen Mehrwert für deine Leser/Kunden liefern, dann nutze, was du bereits hast und spreche den BLOG Beitrag in ein Aufnahmetool ein. 

Ich persönlich nutze hierfür als Window-User das kostenlose Audiotool Audacity.  Mac liefert bereits von Hause aus nette Alternativen wie z.B. GarageBand, mit denen du die gleichen Funktionen haben wirst. Also verschwende nicht allzu viel Zeit darauf, das beste Tool zu finden, sondern teste erst einmal mit einer kostenlosen Option, die vielleicht bereits auf deinem Rechner installiert ist. 

Deine TO DOs in Step 1: 

  • BLOG Artikel schreiben
  • Aufnahmetool auswählen (z.B. Audacity für Windows oder GarageBand für MAC)

 

Schritt 2: Die Technik

Du nimmst für deinen Podcast bisher nur Interviews über Zoom auf? Und das auch nur mit Headset statt Mikrofon? Why not.
Jede von uns hat einen anderen Qualitätsanspruch und mal ganz ehrlich: Selbst bei den “großen & berühmten” Podcastern hast du sicher schon das oder andere Mal die Augenbraue gehoben, als der Interviewgast zu sprechen angefangen hat, oder? 

Falls du allerdings trotzdem gerade darüber nachdenkst, dir ein Mikrofon zuzulegen, kann ich dir eines für Einsteiger und eines für Fortgeschrittene ans Herz legen. Ich nutze das für Fortgeschrittene:

Das zweite Techniktool, das du benötigst, ist dein Audioprogramm für die Aufnahme. Bei mir ist das wie gesagt Audacity.

Und dann brauchst du nur noch deinen Rechner und eine Möglichkeit, ohne allzu viel Hall & Echo in einem ruhigen Raum aufzunehmen (manch eine steigt dafür in ihren Kleiderschrank😉)

Deine TO DOs in Step 2: 

  • Schnapp dir Rechner, Mikrofon und Aufnahmetool und suche dir ein ruhiges Fleckchen

 

Schritt 3: Intro, Outro & Musik

Wenn du einen BLOG Beitrag bereits geschrieben und vielleicht auch schon veröffentlicht hast, dann öffne diesen auf deinem Rechner.

Erstelle danach eine neue Audiodatei für diese Folge. Ich kopiere  hierfür eine bestehende Folge, sodass ich die Intro- und Outromusik nutzen kann und nicht erneut in das Projekt laden muss.

Falls du noch keine Musik hast, findest du hier eine große Auswahl. Achte aber unbedingt darauf, dass die Musik auch zu dir und deinem Thema passt und versuche nicht eine zu wählen, die du bereits bei anderen Podcastern gehört hast.

Kosten für meine Intromusik: 19€. Einmalig bei Audiohub

Deine TO DOs in Step 3: 

  • PC an, Mikro an, Audioprogramm öffnen
  • neue Audiodatei anlegen
  • gesprochenes Intro/Outro + Musik einfügen
  • alternativ einfach eine alte Audiodatei kopieren und alles bis auf Intro/Outro löschen (so mache ich das)

Schritt 4: Die Aufnahme

Nun geht es darum, den geschriebenen Text sauber vorzulesen und dies dann aufzunehmen. Gerne auch hier und da mal ein wenig freestyle oder mit einem kleinen persönlichen Kommentar, um es nicht allzu steif rüber zu bringen. 

Deine TO DOs in Schritt 4: 

  • BLOG Beitrag vorlesen und in dein Audioprojekt (deine neue Datei) aufnehmen
  • ggf. individuell eingesprochenes Intro aufnehmen
  • ggf. individuell eingesprochenes Outro aufnehmen (wenn du z.B. gerade eine bestimmte Aktion hast, für die du werben möchtest)

Nun hast du eine Audiodatei mit verschiedenen Spuren erstellt:

  • Spur 1 ist deine Intromusik,
  • Spur 2 das eingesprochene Intro
  • Spur 3 der eingesprochene BLOG Beitrag und
  • Spur 4+5 dann das Outro

Im Screenshot zeige ich dir, wie das ganze bei Audacity aussieht: 

Podcast audacity Anleitung spuren

 

Schritt 5: Podcastfolge beim Hoster hochladen

Sobald du mit der Aufnahme zufrieden bist, alle Spuren aufeinander abgestimmt sind und die Lautstärke zu deinen anderen Folgen passt, kannst du eine finale Datei speichern. Ich nutze hierfür das Format MP3. 

Dafür gehst du einfach auf Datei/exportieren und wählst das Format MP3. 

mp3 podcast

Danach bietet dir Audacity an, die Metadaten der Folge zu pflegen. Mach das auf alle Fälle! Das ist für die Suchmaschinenoptimierung genauso wichtig, wie deine Bilddateien sauber zu benennen – oder natürlich auch deine Landingpages. Aber das würde hier zu weit gehen (höre dir zu dem Thema aber gerne die Podcastfolge mit Barbara Schmid an. Sie gibt dir viele tolle Tipps zum Thema SEO).

metadaten podcast

Wenn du bisher noch keinen Hoster hast, bei dem du deinen Podcast “wohnen lassen willst”, kann ich dir zum Einstieg Anchor ans Herz legen. Es ist kostenlos, sehr übersichtlich und hat viele Funktionen. Also absolut ausreichend für Einsteiger. Ich habe lange recherchiert, da ich zu Beginn kein weiteres Tool bezahlen wollte und bin wirklich sehr zufrieden. 

Was macht Anchor als Podcast Hoster? 

Anchor bietet dir die Möglichkeiten, deinen Podcast direkt aufzunehmen und zu bearbeiten. Also auch das könnte eine Alternative sein, wenn du Audacity oder ein anderes Programm nicht nutzen möchtest. 

Sobald dein Podcast angelegt und die erste Folge hochgeladen ist, verteilt Anchor diese auf die gängigen Anbieter wie z.B. Spotify oder itunes. Du hast also keine Arbeit damit, bei jedem einzelnen Anbieter einen Account anlegen zu müssen o.Ä.

Das funktioniert einfach über einen sog. Feed – also einen individuellen Link zu deinem Podcast, den du übrigens auch auf deiner Website integrieren kannst.

Ich habe das z.B. einmal als eigene Landingpage für alle Podcasts angelegt (hier geht´s zur Podcast-Seite) und integriere den Feed der einzelnen Folgen zusätzlich bei allen BLOG Beiträgen (hier ein Beispiel).

Wie du siehst, ist das Dashboard bei Anchor sehr aufgeräumt und übersichtlich. Du legst deinen Podcast einmal mit einer Beschreibung an und kannst dann Folge für Folge hochladen und bearbeiten. 

Auch ein paar Zahlen spuckt dir Anchor aus. Hier im Screenshot sind das z.B. die Summe der HörerInnen seitdem mein Podcast läuft (seit 10 Wochen). Die gleichen Zahlen gibt es dann natürlich auch pro Folge. Plus einiger demografischer Daten, die Anchor von Spotify zugespielt bekommt. Hier zählt aber natürlich immer, wo deine Hörer sich den Podcast anhören. In meinem Fall hört ihn die Mehrheit über meine Website, weshalb ich auf die Spotify Daten wenig gebe. 

Podcast Hoster Anchor

Deine TO DOs in Schritt 5: 

  • finale Audiodatei als mp3 erstellen
  • kostenlosen Podcast Hoster wählen (z.B. Anchor) und Login einrichten
  • Podcast bei Hoster anlegen (Beschreibung, Bild siehe Schritt 6, ggf. Trailer oder Folge 0 hochladen)

Schritt 6: Podcast Grafik erstellen

Natürlich kannst du für jede Podcastfolge das gleiche Titelbild einsetzen. Ich gehe hier so vor, dass ich bei meinen Blogbeiträgen, die zur Podcastfolge werden, immer das gleiche Bild einsetze. Nämlich dieses hier: 

Wenn meine Podcastfolge jedoch ein Interview war, individualisiere ich das Titelbild um meine Interviewpartnerin sowie das Thema zu zeigen. 

Hierfür habe ich mir bei der Plattform Canva* eine Vorlage im Format eines Instagram-Beitrags angelegt. Diese Vorlage heißt bei mir einfach “Podcast” und es können bis zu 100 Bilder in diese Datei.

So habe ich also 100 Folgentitel jederzeit beisammen.

Canva Vorlage Podcast

In meiner Anleitung “Vom Podcast zum fertigen BLOG Beitrag” zeige ich dir, wie du auch gleich die Banner für deinen BLOG Artikel in Canva erstellen kannst. Das funktioniert 1:1 genauso wie bei den Titelbildern für den Podcast. Nur in einem anderen Format (ich nutze hierfür die Maße  2560 x 1440 px, da das von Canva vorgeschlagene Format “Blog” bei mir zu schmal angezeigt wurde. Hier musst du ggf. einfach ein wenig testen, was für deine Website passt).

Um die Maße individuell in Canva eingeben zu können, benötigst du jedoch einen PRO Account für ca. 12€/Monat).

blog format

 

Deine TO DOs in Schritt 6: 

  • erstelle ein Titelbild im Format (Instagram-Beitrag) für deine Podcastfolge in Canva* oder dem Grafikprogramm deiner Wahl
  • nutze dieses Titelbild ab sofort als Vorlage für alle neuen Folgen

 

Schritt 7: Die Shownotes

Shownotes sind einfach nur kleine Hinweise bzw. Links am Ende jeder Folge. Diese trägst du direkt bei deinem Podcasthoster für jede Folge ein. 

Einige davon können immer gleich bleiben, einige weitere kannst du je nach FolgenInhalt jedes Mal neu ergänzen. Hier gibt es keine Regeln bzgl. Anzahl oder Inhalte.

Ziel ist es, deinen HörerInnen an dieser Stelle Mehrwerte zu liefern (z.B. mit weiterführendem Wissen zu der Folge, mit Freebies oder Rabatten)

Podcast Shownotes

Deine TO DOs in Schritt 7: 

  • überlege dir, welche Infos deine HörerInnen zu jeder Folge erhalten sollten und welche sich jedesmal ändern dürfen
  • diese kannst du dann einfach jedesmal per copy/paste aus einer alten Folge herauskopieren und ergänzen

Nun bin ich sehr gespannt, ob dir meine kleine Anleitung geholfen hat und freue mich auf deine Fragen hier in den Kommentaren. 

Viel Erfolg bei der Umsetzung, 

deine 

MAMA BUSINESS Unterschrift Nadine

 

PS:

Falls dich der umgekehrte Weg interessiert, fidest du hier die Anleitung:

Vom Podcast Transkript zum fertigen BLOG Beitrag

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