SEO-Basics: Tipps für den Start

Seo Basics- Tipps für den Start

Gastbeitrag von Barbara Schmid,

Virtuelle Assistentin für die Themen SEO & Website

barbara-schmidt-va

Warum muss man sich mit SEO beschäftigen?

SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist meistens nicht gerade das Thema, mit dem man sich begeistert beschäftigt – oft wird es als notwendiges Übel angesehen. Zu technisch, langweilig, bringt das wirklich was und muss das unbedingt sein?

Dazu gibt es eine ganz klare Antwort: Ja, SEO sollte man nicht vernachlässigen! Die schönste Website hilft dir nicht weiter, wenn sie nicht gefunden wird. Du hast so viel Arbeit und Energie hineingesteckt, also hilf ihr auch noch auf dem weiteren Weg.

Es ist ein Geduldsspiel, Fleißarbeit und dauernd im Wandel – trotzdem kein Grund, sich davon abhalten zu lassen…

Wenn du dich an das Thema heranwagst, hast du gleich mehrere Vorteile: Die Website wird, wenn sie für die Suchmaschinen optimiert wird, gleichzeitig an Qualität gewinnen. Qualität der Website, Nutzerverhalten und Ranking stehen in direktem Zusammenhang und es sind oftmals nur Kleinigkeiten, die ein besseres Ranking ermöglichen.

Welche Ziele willst du erreichen?

Welche Ziele hast du für deine Website? Dieser Punkt sollte immer am Anfang stehen!

Überlege, was du mit deiner Website erreichen willst: Was willst du zeigen, darstellen, verkaufen? Wie und wem kannst du helfen? Wer soll deine Informationen lesen? Definiere unbedingt deine Zielgruppe, danach fällt alles leichter. Wenn du weißt, wen du ansprichst kannst du dir besser vorstellen wonach deine Leser suchen und welche Fragen sie haben.

Hast du konkrete Ziele formuliert, kannst du deine Erfolge besser messen. Die Aussage:

„Ich möchte, dass meine Seite auf Platz 1 bei Google ist“,

höre ich immer wieder – in dieser Form ist sie nicht umsetzbar. Du musst wissen, mit welchem Suchbegriff und welcher Seite deiner Website du eine Top-Position anstrebst.

Starte mit den SEO Basics:

Du hast festgelegt, wen du ansprechen willst? Prima, dann kannst du dich jetzt um ein paar weitere wichtige Basics kümmern:

1. Es geht los mit der Domain

Wähle eine Domain, die nicht allzu lang und kompliziert ist. Ein Keyword in der URL ist schön, aber nicht unbedingt nötig (und oft auch nicht umsetzbar). Ich mag es immer, wenn eine Domain möglichst kurz und gut zu merken ist. Prüfe, ob die Domain noch frei ist und am besten auch, ob auf den geplanten Social Media Kanälen der passende Name frei ist. Das lässt sich ganz einfach mit Online Tools überprüfen (gib bei Google mal „Namecheck“ ein).

2. Unterschätze nicht das Webhosting

Es lohnt sich unbedingt, hier ganz genau hinzuschauen: Bitte buche nicht unbedingt das erstbeste Angebot – das Webhosting kann die Geschwindigkeit ganz enorm beeinflussen. Es geht hierbei immer darum, wie viel Platz man sich mit vielen anderen Nutzern auf dem Webserver teilen muss. Gibt es ein Caching durch den Hoster? Wie sieht es mit der Sicherheit aus? Gibt es Backups, ein übersichtliches Dashboard und einen gut erreichbaren, hilfreichen Support? Schau dir ganz genau an, was im Paket enthalten ist. Zusätzlich zur Leistung ist es Gold wert, wenn der Support gut und schnell funktioniert!

3. Die SICHERHEIT

Solltest du unbedingt großschreiben Achte darauf, dass deine Website sicher ist! Sicherheit bedeutet in diesem Zusammenhang eine ganze Menge:

a. SSL-Zertifikat sollte Standard sein.

Das Zertifikat ist inzwischen bei den meisten Webhosting Paketen schon dabei oder kann dazu gebucht werden. Ohne Zertifikat wird deine Website als “nicht sicher” angezeigt – du kannst dir vorstellen, dass das nicht unbedingt das Vertrauen deiner Besucher erhöht. Online-Shops, Newsletter, Kontaktformulare – einfach überall dort, wo deine Besucher ihre persönlichen Daten eingeben, muss eine sichere Verbindung hergestellt werden.

b. regelmäßiges Backup

Das kann die Rettung sein, wenn die Seite mal schnell zurückgesetzt werden muss. Auch das hat mit Nutzerfreundlichkeit zu tun: Eine Website mit möglichst niedrigen Ausfallzeiten wirkt eindeutig zuverlässiger.

c. sichere Passwörter sollten ohnehin selbstverständlich sein

4. Ladezeit wird immer wichtiger

Seit den letzten Google Updates wird die Ladezeit wichtiger denn je: Wer hat schon Zeit und Lust zu warten? Google hat das erkannt und entsprechend diesen Faktor aufgewertet. Immer mehr Menschen greifen mobil auf Websites zu und dass das nicht immer über die schnellsten Datenleitungen erfolgt, ist klar. Müssen die Besucher zu lange auf den Aufbau der Seite warten, sind sie auch schon wieder weg. Die Absprungrate macht sich dann wiederum im Ranking bemerkbar. Also, achte darauf, dass deine Website schnell aufgerufen werden kann.

Die Ladezeit kann durch viele Dinge beeinflusst werden. Daher ist es immer sinnvoll, einmal einen Blick auf Online Tools zu werfen (z.B. PageSpeed Insights). Dort bekommst du zumindest einen allerersten Eindruck. Ist dort alles in Ordnung, brauchst du dir erstmal keine weiteren Gedanken zu machen. Sieht es nicht so gut aus, musst du anfangen zu suchen. Es kann z.B. am Webhosting liegen oder auch an Dateigrößen von Bildern, Videos usw.

5. Mobile first -denk an ein Responsive Design

Das sollte eigentlich jedem klar sein: Dadurch, dass die mobilen Zugriffe auf eine Website immer weiter ansteigen, hat Google inzwischen festgelegt, dass dies unbedingt beachtet werden muss. Teste gleich mal, ob das bei dir funktioniert (z.B. mit dem Tool “Test auf Optimierung für Mobilgeräte”)

6. Riesenpotenzial bei der Benutzerfreundlichkeit

Die Benutzerfreundlichkeit beeinflusst automatisch die Verweildauer deiner Besucher. Je ansprechender die Website ist, je komfortabler die Navigation und je übersichtlicher der Aufbau, desto länger werden sich deine Besucher dort aufhalten. Wenn sie dann noch hilfreiche, informative und gut aufbereitete Inhalte finden, wird sich das auf Dauer auszahlen.

7. Warum wird die Seite bei Google nicht gefunden?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt: “Meine Website ist jetzt online – warum wird sie in der Google-Suche nicht angezeigt?” Meist ist die Antwort ganz einfach: Bei WordPress hat man normalerweise während der Baustellenzeit die Einstellung, dass Suchmaschinen von der Indexierung abgehalten werden sollen. Das ist durchaus sinnvoll, damit nicht halbfertige Inhalte im Index landen. Aber oft wird dann vergessen, nach Fertigstellung der Website, die Indexierung zuzulassen… Ein weiterer Grund kann sein, dass die Seite einfach noch nicht indexiert wurde – manchmal dauert das eine Weile. Das kannst du beschleunigen, indem du über die Google Search Console eine Sitemap einreichst.

8. Übernimmt ein SEO-Plugin die Optimierung?

Ein SEO-Plugin nimmt dir leider nicht die Arbeit der Optimierung ab, kann dich aber wirkungsvoll dabei unterstützen. Es hilft dabei, Keywords zu platzieren, Überschriften-Strukturen zu beachten, Meta-Daten einzubauen uvm. Die oben erwähnte Sitemap kann damit generiert werden und du bekommst Tipps rund um die Qualität der Texte. Auch für Social-Media kannst du hier schon einiges vorbereiten und hinterlegen.

Das meistgenutzte SEO-Tool dürfte „Yoast SEO“ sein, welches meines Erachtens in der kostenfreien Version erstmal vollkommen ausreichend ist.

9. Branding und SEO

Sogar dein Branding gehört zu SEO! Klingt sonderbar, aber die Wiedererkennung deiner Website hilft deinen Besuchern. Sorge daher für ein einheitliches Erscheinungsbild – online wie offline. Dazu gehören dein Logo, deine Farben, deine Schriften – ein einheitlicher Auftritt sorgt dafür, dass immer gleich erkannt wird, dass es sich um DICH handelt. Sind viele Seiten im Browser geöffnet, hilft ein Favicon dabei, dass deine Seite auffällt und wiedergefunden wird.

10. Zahlen und Statistik für deine Suchmaschinenoptimierung

Zum Schluss möchte ich noch die Statistik erwähnen: Nutze die kostenfreien Tools von Google – sie liefern dir eine Menge Informationen, um deine Website kontinuierlich zu verbessern. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Google Search Console rechtlich unproblematisch, aber auch Google Analytics ist, trotz DSGVO, weiterhin nutzbar, wenn einige Punkte beachtet werden (z.B. ein Vertrag mit Google zur Datenverarbeitung, IP-Adressen anonymisieren + Datenschutzerklärung).
Kleiner Hinweis am Rande: Der Beitrag ersetzt natürlich kene Rechtsberatung!

Mir ist es immer wieder wichtig klarzustellen, dass SEO nicht allein auf die Keyword-Recherche reduziert werden kann. Hier kommen so viele Aspekte zusammen, an die oft gar nicht gedacht wird. Es ist wichtig zu verstehen, durch welche Dinge das Ranking beeinflusst werden kann. SEO ist und bleibt ein Geduldsspiel, das aus unglaublich vielen kleinen Bausteinen zusammen gefügt wird…

Nach den SEO Basics geht es weiter:

Hast du die Grundlagen “hinter” dir, geht es natürlich noch weiter: Onpage– und Offpage Optimierung schließen sich an die Basics an. Bei der Onpage-Optimierung geht es um all die Dinge, die du auf deiner Website direkt beeinflussen kannst, wie z.B. Keywords, Struktur (Permalinks, Metadaten), Bilder, Content.

Komplizierter gestaltet sich die Offpage-Optimierung, da es sich hierbei um die Dinge handelt, die außerhalb deiner Website passieren und auf die du nicht immer direkt Einfluss nehmen kannst. Dabei geht es u.a. um Backlinks, Social Media, Netzwerke, Offline Präsenz.

Das Wichtigste zum Schluss:

Vergiss nie, dass der Leser im Mittelpunkt steht! Denke beim Schreiben deiner Texte unbedingt an deine Leser und blende die Suchmaschinen zunächst aus. Deine Inhalte sollen deinen Besuchern gefallen und ihnen einen Mehrwert liefern. Wenn das klar ist, machst du schon ganze nebenbei eine Menge richtig in Sachen Suchmaschinenoptimierung.

Denn: Ziel der Suchmaschinen ist es immer, die bestmögliche Antwort auf die Frage der Suchenden zu liefern!

Du brauchst Unterstützung bei der Suchmaschinenoptimierung? Dann melde dich gern: hej@barbarava.de

Oder willst du SEO lieber selbst in die Hand nehmen und dir Grundlagen aneignen? Dann schau bei meinen Angeboten rund um „SEO lernen für Anfänger“ vorbei.

Barbara Schmid | Virtuelle Assistentin Barbara ist Virtuelle Assistentin mit Spezialisierung in Webdesign, SEO, Sichtbarkeit. Die Kombination aus einer Ausbildung zum Schriftsetzer, einem Studium zum Drucktechniker sowie jahrelanger Erfahrung im Bereich Webdesign ermöglicht, dass Projekte sowohl technisch als auch gestalterisch angegangen werden können. Mit ihrem fundierten Fachwissen hilft sie Businessfrauen zu mehr Sichtbarkeit und Lieblingskunden durch Planung, Umsetzung oder Optimierung einer Website oder durch Beratung rund um die Themen Sichtbarkeit und Online Business. https://barbarava.de

Diesen Beitrag teilen:

Schreibe ein Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.