Mehr Mut Mamas!

mehr Mut Mamas
KEINE LUST ZU LESEN? BEITRAG ANHÖREN:

In Tim Ferris’ Buch, die 4-Stunden Woche bin ich über ein sehr schönes Beispiel gestolpert, von dem ich dir gerne erzählen möchte:

Viele von uns tragen Wünsche in sich, die sie nie ausleben werden. Vielleicht passen sie gerade nicht in deine aktuellen Lebensumstände. Oder “sowas tut man eben nicht”.

Gründe GEGEN Entscheidungen gibt es immer. 

Vielleicht ist es aber auch so, dass dies einfach nur Ausreden sind? Du suchst dir äußere Umstände, die dich davon abhalten, deinen inneren Schweinehund zu überwinden?

AUTSCH.

Vielleicht kommt dir die ein oder andere Ausrede bekannt vor?

・Heute hat die Oma so lecker gekocht, da kann ich meinen Abnehmplan nicht einhalten
・Es regnet ein bisschen. Puh, da ist Laufen aber schlecht
・Mein Partner wird die Idee sicher schlecht finden – also spreche ich es gar nicht aus
・Der Nachbar wird doch sowieso immer die besseren Autos fahren, weil er mehr verdient. Das schaffen wir eh nie

Du verstehst, was ich meine?

Keiner wird gerne direkt mit Gedanken oder Fragen konfrontiert, die sich schmerzhaft anfühlen. Vielleicht, weil du getroffen wurdest. Oder doch ein Funken Wahrheit in der Aussage steckt?

Aber mal ehrlich. Warum machen wir sowas eigentlich immer? Weil wir es gelernt haben und vorgelebt bekommen.

Oder ist dir nicht auch schon einmal aufgefallen, dass du mittlerweile auf die Frage, wie es jemandem geht, meist als Antwort eine kleine Leidensgeschichte erhält. Hier ein WehWehchen, da die Coronakrise, dort zu viel Stress auf der Arbeit. Das will doch keiner hören?!

Deshalb liegt es auch schlicht und einfach an dir selbst, diese Negativstimmung zu durchbrechen. So einfach ist das. 

Probiere Neues aus. Trau dich!

Es gibt also absolut keinen Grund, diese seltsam deutsche Eigenschaft des Pessimismus von früheren Generationen oder Menschen deines Umfelds zu übernehmen.

Mach’ einfach mal den Test und beantworte die Frage wie es dir geht, mit einem strahlenden: “sehr gut”. Da wird es deinem gegenüber vielleicht etwas schwerer fallen zu jammern als sonst.

Und diesen Mut aufzubringen, sich auch mal nicht an all das Gelernte oder Gewohnte zu halten, ist der 1. Step in ein mutigeres Leben.

Beobachte mal ChefInnen bzw. besser noch UnternehmerInnen. Also jemand, der sich nicht unbedingt in einer sicheren Anstellung wiegt.
Welche Eigenschaften bringen sie mit?
Sie sind sicherlich selten der Typ „graue Maus“. Sie haben eine Meinung und einen Standpunkt, den sie notfalls auch lauthals vertreten. Die wenigsten können das von Klein auf. In der Regel ist dies ein Reifeprozess, der selten schon in den 20ern gelebt wird sondern oft erst beginnen kann, nachdem du mit beiden Beinen voll im Leben stehst.

Besonders wir Frauen neigen dazu, unser Licht unter den Scheffel zu stellen und eher zu tief anstatt zu hoch zu stapeln.

Irgendwie scheint das in den Genen so verankert zu sein. Dieses Thema kommt regelmäßig auch bei unseren Freunden auf den Tisch und egal wie emanzipiert die Frauen sind, spätestens im Büro ist die Hälfte ihrer Power verpufft.

Wird ein Mann im Vorstellungsgespräch gefragt, ob er eine Problemstellung lösen kann, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit mit JA antworten. 

Die Damen dagegen, stellen gerne erst einmal fest, dass dieses Problem Neuland sei und sie sich einlesen müssen.

Völlig ok. Aber das müssen die Männer auch – nur präsentieren sie ihre Unwissenheit eher selten auf dem Serviertablett.
Hier ist noch einiges an Selbstbewusstsein notwendig!

Ich spreche hierbei keinesfalls davon, dass du dich mit spitzen Ellenbogen in die Chefetage boxen sollst.
Wenn ich in der Zeit meiner Selbstständigkeit etwas gelernt habe, dann definitiv, dass gerade Frauen keinesfalls Zicken sind, sondern sehr gut teilen und netzwerken können. Man gönnt der Konkurrentin gerne den Erfolg und kann sie sogar um Rat fragen.

Dieses Gefühl gibt mir unheimliche Kraft.

In der Selbstständigkeit bist du anfangs oft alleine, triffst alle Entscheidungen und haderst manchmal mit dir. Doch der Austausch mit Gleichgesinnten hilft über die meisten Hürden hinweg.

Es hat keiner gesagt, dass es leicht wird

Aber den Mut aufzubringen und von einer sehr gut bezahlten Festanstellung in eine ungewisse Selbstständigkeit zu springen, war in meinem Fall die beste berufliche Entscheidung, die ich treffen konnte.

Die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hätte für mich (die ich sehr gerne Verantwortung trage und Entscheidungen treffe) keinesfalls dauerhaft funktioniert.

Natürlich gibt es Startschwierigkeiten. Bei mir war es zum Glück nicht die Kundenakquise – dafür die viele Bürokratie und die Buchhaltung, die mich im ersten Jahr regelmäßig auf die Palme brachten.

Aber haben wir in der festen Anstellung nicht auch regelmäßig Themen und Entscheidungen, die uns gegen den Strich gehen? Eben.

In meinen Augen gibt es definitiv nur einen Grund, sich nicht in die Selbstständigkeit zu stürzen. Und der heißt Finanzierung. 

Die absolute Basis für die Entscheidung für oder gegen diesen Schritt trifft in meinen Augen nicht man selbst, sondern:

・der Partner (ohne dessen Unterstützung ich das Thema nicht in die Tat umgesetzt hätte)

・die finanzielle Lage

Denn sind wir mal ehrlich: Träumen macht Spaß – aber das Leben und die Familie kostet eben auch ganz schön viel Geld und ich kann dir deshalb nur folgende Tipps ans Herzen legen, BEVOR du den Schritt ins MAMA BUSINESS wagst:

  1. Setz‘ dich einen Nachmittag hin und schaue dir 1-2 volle Jahre deiner Kontobewegungen durch. Alle Einnahmen und Ausgaben notierst du in einer Tabelle (gern auch in Blöcke zusammengefasst wie zB Freizeit, Haushalt usw). Sehr wichtig ist eine Volljahresbetrachtung, weil es vielleicht Zahlungen gibt, die nur jährlich abgebucht werden (z.B Versicherungen). Dir und deinem Partner muss zu 100% bewusst sein, wie viel Geld ihr monatlich benötigt. Und auch wenn dieses Thema noch immer gerne totgeschwiegen wird – spätestens jetzt muss es auf den Tisch! Schließlich solltet ihr auch über den worst case nachdenken und wissen, wie lange ihr ohne 2. Einkommen über die Runden kommt. Hilfreiche Vorlagen gibt es z.B. bei Google Tabellen.

finanzplan mit google tabellen

2. erstelle einen Businessplan. Dieser ist ohnehin Voraussetzung für den Antrag auf einen Gründungszuschuss. Und auch wenn die Erstellung nicht immer Spaß macht- die Notwendigkeit über Zahlen/Daten/Fakten nachzudenken wird dir sehr dabei helfen, deine Idee noch einmal zu reflektieren und an der ein oder anderen Stelle zu hinterfragen. Es gibt mittlerweile viele tolle Tools, die dir bei der Erstellung helfen. So wirst du den roten Faden nicht verlieren. Ich habe meinen 2018 mit dem Tool Unternehmerheld erstellt. So blieb mein aktueller Status stets gespeichert. Auch, wenn ich zwischendurch einige Wochen nicht mehr weiter geplant habe.

Stolpersteine liegen überall

Du musst nicht selbstständig sein, um durchs Leben zu stolpern. Auch der Alltag in Anstellung wird Tage bereithalten, an denen du die Arbeit nicht magst, die Kollegen nerven oder du Aufgaben umsetzen musst, hinter denen du nicht stehen kannst.

In der Selbstständigkeit sind diese Steine eher selten. Dafür hast du Themen wie (Sozial)versicherungen, Rente oder Kammerbeiträge mit denen du dich herumschlagen darfst.

Solange du dich jedoch selbst verwirklichen und deine Leidenschaft leben kannst, ist die Wahl für welche Seite dein Herz schlägt, doch schnell getroffen, oder?

Die Welt braucht mehr mutige Mamas!!!
Bist du dabei?

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