MAMA BUSINESS… wie alles begann

Ich schaue in meinem Projektmanagement-Tool gerade auf ungefähr dreißig Headlines für meinen neuen BLOG. Irgendwie toll. Aber irgendwie auch am Ziel vorbei. Denn was brauche ich gerade wirklich? Inhalte. Texte. Content eben. Genau für diesen einen Beitrag hier. Meinen allerersten für das neue Herzensprojekt. Also Schluss mit Rumeiern und ran an die Buletten…

Hallo bei MAMA BUSINESS!

Ich bin Nadine, Jahrgang ’83 und Mutter eines vier Jahre alten Sohnes. Und ich habe Bock auf MAMA BUSINESS. Und zwar so richtig.

Was das sein soll? Dazu kommen wir gleich. Aber erst einmal zum Anfang:

Seit unser Sohn ein halbes Jahr alt ist, leben wir wieder in meiner alten Heimat Bühl im Schwarzwald. Schöne Landschaft, kleiner Ort mit super Infrastruktur aber für Stadtmenschen ziemlich langweilig. Trotzdem war es die richtige Entscheidung. Für unseren Sohn und uns als Familie. Er wird es hier zwischen (Ur)Oma, Kindergarten und später einmal Schule nie weiter als 1km haben und braucht weder Bus noch Mama-Taxi (finde ich ein ziemlich wichtiges Argument!) für irgendwelche Hobbies oder Besuche bei Freunden. Und die werden irgendwann in den kommenden Jahren ganz sicher anstehen.

Wir leben also seit 2015 als kleine Familie und seit 2000 als Paar zusammen. „Drum prüfe, was sich ewig bindet“ haben wir damit erfolgreich abgeschlossen. Vertrauen, Respekt und ein gleichberechtigtes Miteinander sind bei uns glücklicherweise (meist) Alltag. Auch wenn es hier und da natürlich auch einmal knallt, wissen wir beide trotzdem, was wir aneinander haben und stellen unsere Beziehung nicht in Frage.

Warum nun also MAMA BUSINESS

Und damit komme ich zur Basis meiner Entscheidung, weshalb ich 2018 aus einem absolut sicheren und (vor dem Kind) sehr erfolgreichen Job heraus den Mut hatte, mich selbstständig zu machen:

Mein Mann.  Er ist die Basis. Nicht alleine der Wunsch nach Selbstverwirklichung, Verantwortung oder der Vereinbarkeit zwischen Job und Familie. Das Zünglein an der Waage war definitiv mein Mann. Er hat mich von Anfang an unterstützt und war der Überzeugung, dass ich diesen Schritt definitiv schaffen kann.

Aber der allesentscheidende Punkt war am Ende dann doch die finanzielle Ausgangslage.

Mir ist klar, dass viele das nicht gerne lesen wollen – aber warum soll ich dir irgendeinen Quatsch erzählen?! Sicher schafft man es auch alleine – aber zu zweit ist es doch einfacher.

In meiner Zeit als Angestellte bin ich die klassische Karriereleiter hochgekraxelt: BWL Studium, Einkäuferin (Breuninger), Country Manager (ESPRIT), Global E-Commerce Managerin (ESPRIT), Leitung Onlineshop (DEPOT).

Kind.

Pause.

Umzug in die alte Heimat.

Nach 15 Monaten wieder große Lust auf die Arbeit und realisieren müssen, dass es „die alte Arbeit“ für mich nicht mehr geben wird.

Ich wollte eben nur noch 50% für die Firma leben. Und die andere Hälfte für meine Familie. Meine Chefin bei DEPOT ist mir sehr entgegen gekommen und ich war die erste Mitarbeiterin, die man komplett ins Homeoffice schickte. 440km fährt man ja aber auch nicht mal eben jeden Tag;-)

Im ersten Jahr war alles noch gut. Der Job forderte mich lange nicht mehr so stark wie mein bisheriger. Es gab aber auch nur noch wenige Entscheidungen zu treffen und kaum noch Abwechslung. Monat für Monat machte ich mir Gedanken, ob das nun eben dieses Familien-Ding ist. Ein bisschen Arbeiten um Geld in die Kasse zu bringen und die restliche Zeit den Alltag organisieren?! Das Mama-Abstellgleis?

Das bin ich einfach nicht. Irgendetwas in mir strebte mehr und mehr nach „Selbstverwirklichung“. Bisher habe ich das nie bewusst realisiert. Wahrscheinlich, weil ich mich bis zu diesem Zeitpunkt meinen Jobs verwirklichen konnte. Meine damalige Chefin hat definitiv schon vor mir selbst gespürt, dass mir die Aufgaben nicht ausreicht. Aber ich wollte es wohl noch nicht wahrhaben und so vergingen knapp zwei Jahre, in denen ich meinen Job zwar weiterhin gerne gemacht habe, aber mein Innerstes MEHR wollte.

Und nun? Nachdenken. Suchen. Keine Ahnung haben, was ich eigentlich will oder wohin die Reise mich führen könnte. Irgendetwas Kreatives fehlte mir. Also dachte ich über Hobbies nach. DIY ist nicht meine Welt. Also fielen die klassischen Mama-Dinge wie Nähen oder Basteln für mich definitiv raus.

 

pro & Contra selbständigkeit

Denkst du darüber nach, dich selbstständig zu machen, weißt aber nicht, ob das wirklich dein Ding ist?


Verschwende keine Zeit mehr mit Grübeln! Mit meiner kostenlosen Checkliste findest du innerhalb weniger Minuten heraus, ob die Selbständigkeit zu dir passt:

 

Eher per Zufall bin ich dann beim Thema Webdesign hängen geblieben. Ich hatte die Möglichkeit, kleinere Projektmanagement Jobs bei einem Unternehmen vor Ort zu übernehmen und meldete ein Gewerbe an. Daraus ergaben sich weitere Aufgaben, die mich in Richtung Webdesign führten. Und das war schließlich vor der Elternzeit mein tägliches Brot. Onlineshops optimieren. Marketingaktivitäten planen.

Das konnte ich. Zwar bisher nur in richtig großen Dimensionen, aber welches mittelständische Unternehmen freut sich am Ende nicht über ehrgeizige Ziele?

Da ich aber nicht programmieren konnte und mir WordPress ohne pagebuilder (den ich anfangs noch nicht kannte) zu umständlich erschien, habe ich Nächte lang Baukastensysteme getestet. Am Ende hat mich WIX überzeugt und ich hatte große Freude daran, mir meine eigene Seite zu bauen.

Wenn ich also ehrlich bin, hat die Aufgabe eher mich gefunden als ich sie. Und wenn du mal darüber nachdenkst, ist das doch tatsächlich öfter im Leben der Fall. Auch wenn du meist das Gefühl hast, du hast die volle Kontrolle und bestimmst den Weg.

Zu dieser Erkenntnis kam ich allerdings auch erst im letzten Jahr. Bis dahin war ich ziemlich unreflektiert und getrieben, was ich überhaupt nicht bereue. Bis zu meiner Schwangerschaft verlief mein Leben nach meinem Plan (dachte ich zumindest) oder ich wurde eben einfach im richtigen Moment an den für mich bestimmten Platz geschoben (ein Dank an die Headhunter). Wie eine Schachfigur. Von Bühl nach Mannheim, nach Stuttgart, nach Düsseldorf, nach Frankfurt und zurück nach Bühl.

Im Nachhinein total verrückt. Aber vielleicht sollte es auch einfach nur so sein.

Dir hat gefallen, was du gelesen hast? Teile es gern!

Schreibe ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

ZUM BLOG