Führt das richtige Mindset zum Erflog, Katharina Lewald?

Katharina Lewald bei MAMA BUSINESS
KEINE LUST ZU LESEN? BEITRAG ANHÖREN:

Weder Lust auf Podcast noch Lust zu lesen? Auf YouTube anschauen geht auch😉

Hey liebe Business Mama, willkommen im MAMA BUSINESS® Podcast Interview. Wenn du dich mit dem Thema Onlinekurs-Erstellung beschäftigst, führt kein Weg an meinem heutigen Gast vorbei. Katharina Lewald ist Business Mentorin und Vollprofi in Sachen Onlinekurserstellung.

Heute bringt sie dir viele tolle Tipps aus sechs Jahren Selbstständigkeit mit.

Viel Spaß beim Zuhören oder Lesen!

Nadine: Hallo Katharina

Katharina: hallo! Danke für die Einladung.

Nadine: Ich danke dir für deine Zeit. Ich denke mal, viele, die sich in unserer Online-Welt tummeln, werden dich schon kennen. Aber stell` dich vielleicht trotzdem ganz kurz vor. Gerne mit Zahlen, Daten, Fakten. Was auch immer du uns erzählen möchte

Katharina: ja, gerne.
Mein Name ist Katharina Lewald, und ich helfe anderen Menschen dabei, sich ein erfolgreiches und profitables und auch nachhaltiges Online-Business aufzubauen. Und zwar schwerpunktmäßig mit digitalen Produkten, mit Online-Kursen zum Beispiel.

Ich mache das Ganze jetzt schon seit 2014 und habe mittlerweile doch ein recht großes Business – also im Vergleich mit Apple natürlich nicht- aber verglichen mit anderen Leuten, die etwas Ähnliches machen wie ich.
Ich habe drei Angestellte, momentan zwei in Vollzeit und eine in Teilzeit. Und ich habe auch ein Podcast: „Online-Businessleicht gemacht“. Den mache ich jetzt auch schon seit drei Jahren.

Nadine: Ja, ich finde du bist ganz gut dabei. Wenn man sich mit Online-Kursen beschäftigt, stolpert man über dich.
Ich selbst habe ja eine relativ spitze Zielgruppe die Business Mamas. Und ich habe das Gefühl, seitdem ich in dieser Online-Welt auch so aktiv bin und mich in Gruppen und in Foren tummle, dass sich gerade Mütter oft in dieser Welt bewegen. Jetzt weiß ich nicht, ob mir das nur so vorkommt oder es wirklich so ist. Wenn man z.B. schwanger ist, sieht man nur noch Schwangere um sich herum.
Findest du denn, dass sich prozentual wirklich meist Mütter für das Thema Onlinekurs-Erstellung bzw. passives Einkommen interessieren oder kommt mir das einfach nur so vor?

[00:01:59 – das ist der Zeitstempel aus dem Podcast – hören macht doch mehr Spaß als Lesen, oder?]

Katharina: Ich glaube tatsächlich nicht unbedingt, dass es überproportional viele Mütter in dem Bereich gibt. Ich glaube, es ist einfach so, dass Frauen häufiger lieber zu Frauen gehen, um sich weiterzubilden oder um sich Hilfe zu suchen, und deswegen gerade uns Frauen dann auffällt, dass sehr viele Frauen auch zu uns kommen.
Und zum anderen, denke ich, ist es tatsächlich so, dass dieses Thema „passives Einkommen“ schon für sehr viele Menschen interessant ist.

Das ist natürlich auch ein Trendthema, was in den letzten Jahren und auch jetzt gerade durch die ganze Coronakrise nochmal mehr in den Mittelpunkt gerückt ist.

Ich hatte neulich erst ein Interview mit einer Kursteilnehmerinnen von mir. Und die hat zum Beispiel gesagt, dass sie auch ein Kind bekommen hat. Ich glaube, der Sohn ist jetzt anderthalb Jahre alt und sie sagte, sie verdient mit ihrem Online-Business jetzt schon mehr als wenn sie nach der Geburt wieder in den Job als Grafikerin eingestiegen wäre.
Und von daher ist es definitiv attraktiv, zumal man seine Zeit relativ frei einteilen kann. Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass es besonders Mütter interessiert. Ich glaube, das ist einfach nur, weil wir besonders viel mit den Müttern arbeiten. Und viele Frauen haben nun mal ein Kind oder Kinder.

[00:03:13]Nadine: Du bist du schon seit 2014 selbstständig. Also  schon sechs Jahre.
Was würdest du denn sagen, was für dich die größten PainPoints waren und was vielleicht auch auf der anderen Seite die größten Erfolge auf diesem Weg in die Selbstständigkeit?

Katharina: Die ersten min. zwei Jahre war es das Thema “Fokus finden”.
Man hat ja irgendwie 3 Mio. Sachen, die man machen soll, weil man es irgendwo gehört hat. Oder weil man jemand anders sieht, der erfolgreich ist. Der macht das, also will man es auch machen.
Und diese Liste mit Dingen, von denen man denkt, dass man sie tun soll, muss oder wie auch immer…oder will natürlich. Die wächst und wächst und wächst, und irgendwann denkt man sich dann:
“Mein Tag hat nur 24 Stunden und irgendwann muss ich auch noch mal schlafen oder vielleicht auch mal was essen.” Und wenn man dann noch Kinder hat, dann kommt natürlich auch nochmal eine ganz andere Zeiteinteilung zum Tragen.
Und ich glaube, das war so eine der ersten PainPoints, der für mich schwierig zu wuppen war, weil ich am Anfang auch überhaupt noch nicht wusste, welche von den 20 oder 50 Sachen auf meiner Liste, mich jetzt wirklich weiterbringen.

Und welche kann ich mir auch getrost sparen, weil sie einfach nur dazu führen, dass ich mich vielleicht produktiv fühle, aber nicht wirklich weiterbringt.

Und das lernt man dann mit der Zeit.

Ich habe es auch deswegen recht schnell gelernt, weil ich mir von Anfang an Hilfe gesucht habe.

Ich habe von Anfang an investiert: in Kurse, in Business Coaching, in 1 zu 1 Beratung und so weiter und so weiter. Und dadurch habe ich ziemlich schnell gelernt, was ist wirklich wichtig, was bringt mich wirklich weiter?

Und ich glaube, dass das einer meiner Erfolgsfaktoren war.

Wichtig ist wirklich dieses Dranbleiben und die Disziplin:

  • Jede Woche kommt eine Podcast Episode raus.
  • bevor ich den Podcast gestartet habe, kam jede Woche ein Blog Artikel raus
  • noch davor kamen sogar zwei oder drei Blogartikel pro Woche raus.

Und ich glaube, das hat mir auf jeden Fall sehr weitergeholfen. Und ich sehe das ganz, ganz viele, die mit ihrem Business starten, sehr unregelmäßig agieren oder dann erst anfangen, wenn sie etwas verkaufen wollen.

Aber man muss den Leuten schon zeigen, dass man gekommen ist, um zu bleiben.

Und das verpassen halt die meisten Leute irgendwie. Und das macht es nicht unbedingt einfacher.
Wenn du jetzt ein Angebot hast, dann müssen die Leute schon da sein, und dann darfst du nicht jedes Mal anfangen, wieder von vorne die Leute zu suchen, die jetzt vielleicht Interesse daran haben, was du anzubieten hast.

Und dafür muss man eben dranbleiben. Und was die Erfolge betrifft – Ja, klar gab es Meilensteine, z.B. der Umsatz.
Der erste Angestellte war auch ein Meilenstein.
Oder davor noch die erste virtuelle Assistentin, mit der ich gearbeitet habe. Ja, da gab es mittlerweile ziemlich viele Dinge in den sechs Jahren.

Vor einigen Wochen war ich bei BILDplus. In diesem Online-Portal von der Bild-Zeitung war ein Beitrag über mich. Klar, das sind immer kleinere Sachen. Aber da kommt schon einiges zusammen.

[00:06:33]Nadine: Naja, so klein ist die Bildzeitung nun auch nicht. Aber da gebe ich dir recht. Natürlich hat jede seine eigenen Meilensteine, die sie sich setzt. Vielleicht auch Ziele wie die, mehr Freizeit

Bei den Pain Points hattest du auch wirklich einen schönen Tipp genannt:
Bei dir sind das der Blog und der Podcast -wie bei mir auch. Aber ich denke, viele sind nicht nachhaltig und bewegen sich tatsächlich nur auf Social Media.
Sie sind super im Storys machen und posten wie wild – was ja auch nett ist, aber halt nicht dauerhaft. Der Feed rutscht runter, die Story ist nach 24h weg.
Damit schaffe ich mir sicher viele Fans bzw. „erwärme“ Sie mir sehr gut. Aber es ist in meinen Augen nunmal so (ich rede natürlich als Marketing-Webseiten-Tante in SEO Themen) – Social Media ist einfach nicht nachhaltig für die Suchmaschine.

Allein deshalb würde ich immer Blogartikel schreiben und das auch konsequent fortführen, denn wie du sagst: Wenn ich morgen etwas verkaufen will und gestern angefangen habe mich bekannt zu machen, dann kennen mich die Leute natürlich noch  nicht.

Ich habe vor kurzem in deinem Podcast gehört, wie wichtig dir das Thema Mindset ist. Sicher ein Thema, das man zu Beginn gar nicht so aktiv auf dem Schirm hat. Natürlich hat jeder eine gewisse Grundhaltung, eine gewisse Denkweise, aber man hat es nicht so aktiv vor Augen:
Und in meinen Augen ist das Mindset wirklich die absolute Grundlage um mit einem guten Gefühl selbstständig sein zu können.
Erzähl doch mal, an welcher Stelle das Thema Mindset bei dir steht oder wie du damit so aktiv konfrontiert wurdest.

[00:08:10]
Katharina: Für mich ist es so, dass meine Strategie, die Technik, die Vernetzung, das ist alles etwa gleichwertig wichtig.

Du kannst das geilste Mindset haben – wenn du auf der Couch sitzt und nicht ins Umsetzen kommst oder überhaupt gar keinen Plan hast, dann kommst du irgendwo an, aber nicht unbedingt da, wo du hin möchtest.

Und umgekehrt ist es genauso, wenn du Plan hast: Du weißt, wo du hin willst, ist es zwar gut und schön, aber wenn dir das passende Mindset dazu fehlt, wirst du auch nicht ankommen.
Deswegen würde ich sagen, für mich sind diese Themen schon alle gleichwertig.
Angefangen, mich aktiv mit dem Thema Mindset zu beschäftigen habe ich, als ich selbst mit meinem ersten Business-Coach zusammengearbeitet habe.
Weil ich dann in den Gesprächen mit ihr immer gemerkt habe, dass sie ganz anders denkt als ich. Dass sie ganz anders Entscheidungen trifft, dass sie ganz anders reflektiert und dadurch auch eine ganz andere Art von Beobachtung von sich selbst hat.

Mindset hat ja auch viel mit Achtsamkeit zu tun und mit Beobachtung und mit Zulassen und so weiter. Und das hat sie ganz anders gemacht als ich. Und sie hat mich dann durch gezielte Fragen dahin geführt, mich selber zu hinterfragen.

Man muss dazu sagen: Ich war schon immer ein sehr reflektierter Mensch, aber das hat mir nochmal eine ganz andere Ebene aufgezeigt. Nämlich die Tatsache, dass wir ja auch blinde Flecken haben.

Wir können das Gefühl haben, dass wir uns super gut kennen. Aber es wird immer blinde Flecken geben, an die wir nur rankommen, wenn wir mit anderen Menschen zusammenarbeiten, die uns darauf aufmerksam machen.

Und ich würde sagen, das waren damals die ersten Male, wo ich dann gemerkt habe “Okay, spannend, da ist noch ein ganz anderer Horizont, den ich bis dahin noch gar nicht gesehen hatte.” Das hat natürlich auch ganz viel damit zu tun, groß zu Denken. Also ich finde es jedesmal so schade, wenn ich mit Frauen spreche, die sich gerade erst selbstständig gemacht haben oder vielleicht auch schon ein Jahr dabei sind.

Und wenn sie dann sagen: Ach, ich bin schon froh, wenn ich irgendwie meine 2000-3000 Euro im Monat mache.
Das ist zwar auch nett, aber ganz ehrlich, wenn man da jetzt noch die Steuern abzieht und die ganze Kosten, die man ja auch hat, dann bleibt doch so gut wie nichts übrig.
Ich meine, man kann davon vielleicht gerade so leben.
Ich selbst wollte von Anfang an irgendwie mehr erreichen, auch wenn ich natürlich am Anfang auch klar überlegt habe, wie ich meine Rechnung bezahlen kann.
Das war das erste Ziel. Das hat bei mir dann recht schnell geklappt.

Und dann braucht man natürlich auch irgendwie nochmal andere Ziele.

Ich will das jetzt auch überhaupt gar nicht schlecht machen. Es soll jeder machen, womit er sich wohlfühlt.

Nur ich glaube, viele Frauen im Speziellen, die trainieren halt diesen „Großdenken-Muskel“ so wenig, dass sie sich den Erfolg gar nicht vorstellen können.

Es ist nicht so, dass sie nicht mehr wollen, sondern sie denken, es ist für sie gar nicht möglich. Sie trauen sich gar nicht, sich das vorzustellen. Es sind dann oft Glaubenssätze wie „Wenn ich noch mehr Geld verdiene, noch erfolgreicher sein möchte, dann habe ich keine Zeit mehr für meine Familie“.

Es ist super wertvoll, diese Glaubenssätze aufzudecken und damit zu arbeiten. Und ja, ich denke, das ist ein ganz, ganz entscheidender Punkt zum Thema Mindset.

[00:11:20]Nadine: Ja, das ist absolut so. Da gebe ich dir recht. Ich bringe immer das Beispiel des Bewerbungsgesprächs:

Wenn dir als Vorgesetze einer Frau gegenübersitzt und du fragst: Kannst du diese Aufgabe umsetzen? Und die Bewerberin kennt sich in diesem Thema nicht aus – dann wird sie oft eher vorsichtig reagieren und tendenziell eher sagen: “Ja, kriege ich vielleicht hin. Ich muss ich mich nur erst einmal einarbeiten.”

Während der Mann sagt: “Klaro, kann ich!”
Der Mann denkt sich sicher: Wenn es dann auf dem Tisch liegt, kriege ich das schon irgendwie gelöst. 
Das sind dann wirklich so Momente, in denen ich manchmal denke: Die Männer machen doch einige Dinge sehr richtig.
Eine andere eher männliche Eigenschaft ist in meinen Augen die, auch laut zu sagen, was ich möchte, ohne dabei irgendwie arrogant wirken zu müssen.
Uns unsere Denkweise hat eben einen ganz großen Einfluss auf unsere Außenwirkung. Und auf unser Handeln und auf unseren Erfolg.
Kannst du denn bei deinen vielen Kunden beobachten, dass ihr Mindset letzten Endes wirklich auch der Schlüssel zum Erfolg ist? Dass da vielleicht noch eine Sperre ist und es einfach noch nicht KLICK gemacht hat?

Und dieser Mut fehlt – lauter zu sein, größer zu denken, zu wissen, wofür ich stehen möchte. Vielleicht Werte zu haben, die ich noch nicht so nach außen tragen kann oder noch gar nicht gefunden habe.

[00:13:08]Katharina. Also, ich glaube, die Frage nach den Werten, dass man sich diese bewusst macht, das steht bei vielen am Anfang überhaupt gar nicht im Fokus, sondern da versucht man erst irgendwie in die Gänge zu kommen. Man versucht erst mal, das Selbstbewusstsein zu entwickeln, die ersten Schritte alleine zu schaffen.
Und klar, je mehr man schafft, desto besser. Desto mehr Selbstbewusstsein entwickelt man auch, desto schneller kann man sich dann auch wieder weiterentwickeln. Desto mehr Spaß macht das Ganze ja natürlich auch.
Aber zurück zu der Frage, ob ich das beobachte: Ja, ich beobachte das auf jeden Fall. Das geht ja schon damit los, dass viele am Anfang eine extrem große Angst vor der Technik haben.
Obwohl das alles ganz ehrlich vor vielen Jahren noch so kompliziert war. Die Tools, die wir heute haben, die sind so pups-einfach.
Was wir heute alles schon machen können mit Tools, die fast nix kosten. Ja, und wie professionell wir unser Marketing aufstellen können heutzutage. Für super wenig Geld. Das ist der absolute Wahnsinn!
Und trotzdem gibt es viele, die da eine Riesenangst vor haben.

Wenn dann die ersten Sachen geschafft wurden, dann kommt schon wieder ein ganz anderes Selbstbewusstsein zum Tragen.
Und ansonsten, was das Großdenken betrifft, steht das natürlich nicht am Anfang. Das war bei mir ja auch nicht so. Ich habe auch nicht von Anfang an gedacht: Oh Gott, ich mache hier eine Million oder so. Das war für mich völlig unvorstellbar am Anfang. Da wollte ich erst mal meine Rechnung bezahlen und ungefähr so viel Geld verdienen, wie ich das zuvor in meinen Job hatte. Dafür muss man aber natürlich in der Selbstständigkeit auch nochmal ein paar tausend Euro drauflegen. Du musst ja die Kosten abziehen und die Steuern und so weiter. Du musst dich selbst versichern.

Da kann ich nicht sagen, ich hatte vorher ein Nettogehalt von 2000 Euro. Also mache ich 2000 Euro Umsatz. Sondern das müssen dann eher so 6000 Euro sein.

Es kommt drauf an, warum man sich selbstständig gemacht hat, ob man eher aus dem Leidensdruck kommt oder weil man sich etwas Tolles aufbauen will. Bei mir war es damals der Leidensdruck, und ich glaube, dass bei vielen, die aus einem Leidensdruck heraus starten, dieses Großdenken am Anfang gar nicht so relevant ist. Aber die meisten, und das ist, glaube ich, das Tragische.
Die meisten verpassen diesen Punkt, sich nach einem kleinen Erfolg selbst zu loben.

Aber das liegt einfach daran, dass wir häufig dem Nichterreichen eines Ziels eine Bedeutung verleihen. Wenn ich mein Ziel nicht erreicht habe, bin ich nicht gut genug. Wenn ich mein Ziel nicht erreicht habe, dann habe ich Fehler gemacht.

Gerade Frauen scheuen sich davor, sich Ziele zu setzen, weil sie dann Angst haben, sie nicht zu erreichen. Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit auch ein Gespräch mit einer Kundin. Und da habe ich auch gefragt: „Was sind deine Ziele für die nächsten drei Monate?“
Und sei meinte nur: „Ich setze mir keine Ziele mehr. Sonst bin ich nur enttäuscht, wenn ich das nicht erreiche.“
Das ist natürlich kein unternehmerisches DenkenDer Unternehmer oder die Unternehmerin schafft es ab einem gewissen Punkt, ihr Business getrennt von sich selbst zu sehen.

Ich bin nicht mein Business, und mein Business ist nicht ich.

Das heißt, wenn etwas nicht klappt, bin ich enttäuscht. Aber diese Enttäuschung zieht mich dann nicht so lange runter, dass ich tage- oder wochenlang in einem Loch falle, sondern ich denke mir einfach: Dann haben wir nicht geschafft. Ok.

Naja, wir haben vielleicht 80 % geschafft, das auch gut. Deswegen ist es übrigens auch sinnvoll, sich die Ziele immer etwas höher zu setzen als das, was man eigentlich erreichen will. Aber ich glaube, das ist etwas, was wir trainieren müssen, wenn wir dieses Großdenken trainieren.
Es hat über mich als Person überhaupt nichts zu sagen, wenn ich ein Ziel nicht erreiche, überhaupt nichts. Und auch Fehler zu machen ist völlig ok. Ich meine, aus Fehlern lernt man ja.

Ich habe in den sechs Jahren bestimmt über hunderttausend Euro in meine Weiterbildung investiert. In Kurse, Coachings und so weiter, wo ich auch viele Sachen, die ich heute erfolgreich mache, selber erst gelernt habe.

[00:19:16]
Nadine: Das ist auch ganz wichtig. Es ist so ein bisschen (jetzt gar nicht negativ gemeint)- aber es ist auch ein bisschen Schmerzensgeld, das man gerne bezahlt, um wirklich den Fokus zu finden und schneller ans Ziel zu kommen.

Das Internet hat schließlich alle Informationen und man muss auch für ganz viel Wissen nichts bezahlen.

Aber diese Recherchearbeit ist hart -und sich dadurch zu wursteln. Nee danke. Sich 97.000 YouTube-Videos mit acht Stunden Werbung dazwischen reinzuziehen.
Dann dauert natürlich der Business Aufbau entsprechend länger.
Von daher finde ich es so sinnvoll, man investiert in sich selbst. Und auch das ist oft ein Punkt, andem die Frauen eben nicht so mutig sind oder so selbstverständlich Geld in die Hand zu nehmen.
Ein gutes Beispiel ist es doch z.B., wenn ich mich entscheide einen Laden zu eröffnen.
Dann weiß ich schließlich: Ich muss mir dieses Ding anmieten oder es kaufen. Ich habe Inventar. Ich muss vielleicht Rohware kaufen. Ich habe also gleich zu Beginn ziemlich hohe Investitionen zu tragen.
Im klassischen Online-Business nehme ich das nicht so ganz ernst.
Dabei ist es doch viel überschaubarer, ein paar tausend Euro in die Hand zu nehmen als wenn ich mich dafür entscheide, ein Ladengeschäft zu eröffnen.

Und genau das muss man sich einfach bewusst machen.

Das Verhältnis ist vollkommen in Ordnung: Ich investiere am Anfang ein bisschen mehr in mich selbst, um auch schneller auf die Spur zu kommen. Ich bin jetzt ca. 2 Jahre selbstständig. Es hat sich ganz viel getan in den zwei Jahren. Und das Wichtigste dabei ist, bewusst zu reflektieren. Also wirklich dieses Bewusstsein zu haben, einen Schritt zurückzutreten, sich nicht in diesem Hamsterrad zu verlieren.

[00:22:00]Katharina: Deswegen geht es in meinen Programmen zum Beispiel auch darum zu lernen, nicht nur die ganze Zeit IM Business zu arbeiten, weil das macht man in der Regel am Anfang.

Man arbeitet eigentlich 100 Prozent der Zeit nur IM Business, und man arbeitet überhaupt nicht AM Business.

Am Business arbeiten bedeutet, dass ich quasi die Vogelperspektive einnehme und ich emotionslos auf dieses Business schaue sage: „Okay. Was hab ich gemacht? Was hab ich nicht gemacht? Wo will ich noch hin? Was will ich noch erreichen? Und gar nicht das zu bewerten, was schon passiert ist. Und gerade wenn wir jetzt auch noch eine Personenmarke sind, dann ist es natürlich umso schwerer, weil wir haben das Gefühl, dass WIR das Business sind.

Aber eigentlich sind wir es nicht. Nur in dem Moment, indem wir es schaffen zu sagen „Hey, ich bin nicht selbstständig, sondern ich bin eine Unternehmerin“. Und ich nehme mir zum Beispiel 1x alle drei Monate Zeit für einen Unternehmertag. Was ist eigentlich die letzten drei Monate passiert? Habe ich mich auf die richtigen Dinge fokussiert und so weiter.
Und das kann man lernen. Und natürlich ist es auch sinnvoll, das mit anderen zusammen zu machen, mit jemand, der schon Erfahrung darin hat.
Auch ich habe Unterstützung. Ich kann zwar die Vogelperspektive mittlerweile einnehmen, aber man selbst ist immer mehr im Thema und involviert als jemand, der von extern auf mein Business schaut.

Aber ich glaube, das ist ein ganz entscheidender Mindset-Shift: In dem Moment, indem uns klar wird: „Ich bin Unternehmerin. Das ist ein Business.“

Und Business hat übrigens auch inhärent, dass es wachsen will.

[00:28:37]Nadine: Ist es nicht schlau zu sagen: Ich habe vielleicht gleich den Mut, einen virtuellen Assistenten oder eine Assistentin zu haben für diesen technischen Part, der mir vielleicht nicht liegt. Das sind wirklich gute Investition, weil man sich selbst manchmal unendlich lange mit solchen Themen beschäftigt und am Ende dabei nichts gewinnt. Die eigene Zeit kostet auch Geld. Da plädiere ich sehr dafür, sich ein bisschen früher Hilfe zu holen.

Katharina: Absolut. Ich meine, wenn ich an der Sache fünf Stunden sitze, und es ist hinterher immer noch nicht so, wie ich will. Dann würde ich externe Hilfe auf jeden Fall vorziehen. Und gerade bei Mamas, die ohnehin wenig Zeit haben und die sich eigentlich überhaupt nicht leisten können, so lange rum zu daddeln.

Lieber ein bisschen Geld in die Hand nehmen, um von Anfang an in vernünftige Tools zu investieren und nicht zu sagen: Diese 15 Euro pro Monat möchte ich jetzt aber nicht ausgeben, sondern ich suche mir irgendwas Kostenloses.

Und dann wird angefangen darum herum zu frickeln und es selbst zu probieren. Und dann hat man mit Ach und Krach und mit super viel Zeitaufwand eine Lösung, die dann auch vielleicht nicht einmal so aussieht oder funktioniert wie es soll.

Und ja, dann hast du kein Geld auszugeben. Aber einen Haufen Lebenszeit reingesteckt.
Und am Ende, wenn die Landingpage dann einfach nicht gut aussieht, wird sie auch nicht konvertieren. Dann wird sich keiner in deinen Friebe eintragen oder deinen Kurs buchen. Und dann war die Zeit auch noch umsonst.

[00:29:58]
Nadine: Ich bin seit 2010 im E-Commerce. Da gab’s noch nicht sehr viele Tools und man musste noch ein Schweinegeld für alles bezahlen. Es ist heute wirklich alles so viel einfacher. Und das ist es allemal wert.

Geht einmal weniger Döner essen, Mädels! Nehmt die 10€ für ein smartes Tool wie z.B. Canva. Das lohnt sich total.

[00:30:18]Katharina: Die vielen kleinen Alltagshelfer und Tools kann man ja auch monatlich kündigen. Und wenn du dann nach zwei Monaten merkst, du brauchst es doch nicht, oder du hast noch ein besseres Tool gefunden, dann tauscht du das wieder.

[00:31:19]
Nadine: Lass uns noch ein paar Worte über deinen Beruf verlieren. Du bist Business Coach und unterstützt Menschen damit, ihr Geld mit Online-Kursen zu verdienen. Du stehst also für das Thema launchen. Wie kriege ich mein Online-Kurse auf die Straße und kann ihn dabei sinnvoll bewerben?

Würdest du denn sagen, dass deine Kunden in irgendeiner Weise Gemeinsamkeiten haben?  Gibt es ein typisches Ziel, das alle verfolgen oder ist es wirklich sehr individuell?

[00:31:54]Katharina: Ich richte mein Marketing so aus, dass die Menschen, denen ich helfen kann und denen ich helfen möchte, auch zu mir kommen. In der Regel sind das überwiegend Frauen. Im Moment ist es so, dass mein Einsteiger Programm Launchmagie ist. Dort lernt man, wie man einen Online-Kurse erstellt und verkauft. Und da helfen wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabei.

Es geht eigentlich in dem Programm darum, überhaupt erst mal die ganzen Hürden zu überwinden, überhaupt erst einmal Selbstbewusstsein zu entwickeln, überhaupt erst mal die ersten Schritte zu gehen und am Ende zu sagen: Ich hab es durchgezogen! Ich habe die Technik aufgesetzt. Ich weiß jetzt, wie meine Landingpage erstellt. Ich weiß jetzt, wie man Social Media Postings macht, wie man die Reichweite aufbaut.

Ich habe mit Wunschkunden telefoniert.

Ich verstehe, dass man so schnell wie möglich so viel Geld verdienen möchte wie möglich. Aber man sollte sich vor allen Dingen auch über die kleinen Erfolge freuen, wenn man vielleicht die Landingpage erstellt hat oder zum ersten Mal irgendwas durch technischen Tools miteinander verbunden hat. Das sollte man auch zelebrieren, und das wird nachher alles sehr zur Routine.

Bei mir hat es zwei Jahre gedauert, bis ich finanziell erfolgreich war. Ich konnte von Anfang an meine Rechnungen bezahlen. Das war nicht so mein Problem. Aber bis ich wirklich gedacht habe „Krass, das ist hier richtig!. Das kann ja richtig großwerden!“

Das hat zwei Jahre gedauert. Mein erster Launch brachte einen fünfstelligen Umsatz. Und dazwischen waren auch öfter Phasen, in denen ich alles hinschmeißen wollte. Aber dann durchzuziehen und sich immer wieder zu fragen: Was will ich und wo will ich hin? Und was ist jetzt ein erster kleiner Schritt, den ich gehen kann, um mich diesem Ziel, wo ich hin möchte, weiter anzunähern?

[00:36:55]Nadine: Ja, es ist auch schön, das von dir zu hören. Jemand, der es einfach schon länger macht.
Und entsprechend hoch ist dann auch oft die Sorge oder Angst, dass es gegen die Wand fährt. Aber einen langen Atem zu haben ist eine gute Sache. Du baust dir in der Zeit die Community auf. Du machst dich bekannt, baust dir eine Marke auf und schafft Vertrauen.

Und das ist eben die Basis, und das geht eben nicht von heute auf morgen.

[00:37:47]Katharina: Und ich glaube, was ganz wichtig ist, wenn mal Zweifel hochkommen, dann nicht gleich in Panik verfallen. Das ist völlig normal, die dürfen auch da sein. Das heißt nicht, dass das Business irgendwie nicht funktionieren wird oder dass irgendwie alles falsch ist. Und das ist okay, und es ist völlig normal, immer mal wieder an Dingen zu zweifeln, an Schritten, die man gemacht hat, an Entscheidungen, die man getroffen hat, an Zielen, die man sich gesetzt hat.
Und das ist auch gut so. Dass unser Gehirn das auch hinterfragt und nicht einfach alles so hin nimmt. Und das finde ich auch eine ganz wichtige Unternehmer Fähigkeit. Und manchmal kommt man dadurch ja auf viel bessere Ideen.

Und dann kommt man in diese Spirale rein, innerhalb derer man auch überhaupt gar keine sinnvollen Entscheidungen mehr treffen kann, weil alle Entscheidungen, die man trifft, aus diesem Panik Modus heraus getroffen werden. Von daher Zweifel sind völlig ok, sind auch völlig normal und man muss keine Panik kriegen, wenn man hin und wieder mal an Sachen zweifelt. Und ja, ich finde, man muss sich einfach immer wieder fragen: Wo will ich hin? Und was ist der nächste kleine Schritt.

Dir hat gefallen, was du gelesen hast? Teile es gern!

Schreibe ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

ZUM BLOG

Dir gefällt, was du hier liest?

Gratis Downloads gibt´s im Newsletter