Diese 10 Eigenschaften brauchst du als selbstständige Mama

10 Eigenschaften einer selbstständigen Mama

Du hast den Schritt noch nicht gewagt aber spielst schon eine ganze Weile mit dem Gedanken? Du hast große Lust auf Veränderung und fragst dich, ob die Selbstständigkeit zu deiner Lebenssituation passen könnte? 

So viel gleich vorab – es kann dir absolut niemand diese Entscheidung abnehmen! Sicher gibt es klare Hinweise, ob du der Typ dafür bist oder nicht. Aber am Ende entscheidet eine Kombi aus Bauch & Verstand. Besonders beim Thema Finanzen solltest du genauer hinschauen!

Geld sollte im besten Fall nämlich nicht der Grund für deine Selbstständigkeit sein. 

Natürlich darfst du träumen- aber in den ersten Jahren übersteigen die Kosten in dem ein oder anderen Monat gerne mal den Ertrag. Und dann gilt es, nicht vorschnell aufzugeben. 
Zu Beginn wirst du Ausgaben haben, die du in deinem Angestellten-Leben noch nicht auf dem Schirm hattest, z.B.:

  • Berufshaftpflicht
  • Sozialversicherung (Krankenkasse, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung – und zwar zu 100% statt 50%)
  • Büro(ausstattung und Miete)
  • Marketingkosten (Website, Logo usw)
  • Kammer (z.B. IHK)
  • Gewerbesteuer 
  • und noch ein paar mehr

All diese Themen versetzen den meisten Mamas am Anfang einen kleinen Stich ins Herz- aber glaub´ mir bitte: Es ist alles machbar!

 

Natürlich sollst du aber auf keinen Fall die gleichen Fehler machen, wie sie schon viele andere Mamas vor dir gemacht haben. 

Ich beschäftige mich nun seit knapp drei Jahren mit dem Thema und habe dir deshalb die 10 wichtigsten Eigenschaften zusammengefasst, die eine selbstständige Mama haben sollte. 

Deshalb lass uns gemeinsam schauen, ob du bereit bist für das Thema Selbstständigkeit:

die wichtigsten Eigenschaften für deine Selbstständigkeit

Und los gehts: 

  1. Du hast eine Geschäftsidee
  2. Du hast eine Vision
  3. Du hast meeega Bock und bist bereit für ein paar Nachtschichten
  4. Du hast Kapital
  5. Du hast den Überblick
  6. Du hast (Familien)Support
  7. Du glaubst an dich
  8. Du bist flexibel
  9. Du verkraftest Niederlagen
  10. Du kannst NEIN sagen

Was meine ich nun mit diesen 10 Punkten?

1. Du hast eine Geschäftsidee:

Dein Ziel sollte es dein, für etwas zu stehen. 

Deine Idee, sollte DIE Idee sein, die deinen Kunden eine tolle Lösung bietet.

 

2. Du hast eine Vision

Trau dich mit deiner Idee unbedingt über den Tellerrand hinauszuschauen:

Eine Vision sollte nicht in Armlänge greifbar sein. Sie darf weit oben in den Sternen hängen und muss nicht über Nacht erreichbar sein. 

Kleines Beispiel gefällig?

Elon Musk, der Chef von Tesla und SpaceX hatte die Vision, eine bemannte Rakete auf den Mars zu schicken. Den Mut, solch eine (verrückte) Idee überhaupt der Öffentlichkeit vorzustellen, muss man erst einmal haben, oder? Wohl wissend, dafür zuerst einmal auch Spott zu ernten. 

Nun wird seine Idee jedoch immer greifbarer und anstatt Shitstorms erntet Musk Respekt.

Was soll dir dieses Beispiel nun zeigen? 

Es soll dir klarmachen, dass Mut ein verrückt-bereicherndes Gefühl ist, für das du dir ruhig ein dickes Fell zulegen solltest. Denn es lohnt sich!

 

Hier mein persönlicher Lieblings-Spruch zu diesem Thema, den du gerne auch pinnen/posten kannst, wenn er dir gefällt: 

 

tue was sich gut anfühlt
 

3. Du hast meeega Bock und bist bereit für ein paar Nachtschichten

Und die wird es geben – egal ob dein Kind dich nachts ohnehin wach hält oder nicht. Wen jedoch dein Herz für die Idee brennt, nimmst du dies gerne in Kauf. Es läuft hier nämlich genauso wie mit den Kids: ALLES NUR PHASEN 😉

Und wenn du etwas von Herzen möchtest, wird dir deine eigene Motivation genügend Kraft hierfür geben.

4. Du hast Kapital

Egal ob eigenes oder fremdes. Ohne Geld wirst du nicht starten können. Auch nicht in ein Onlinebusiness, für das du “eigentlich” nur einen PC und dein schlaues Köpfchen benötigst. Du wirst eine Website benötigen – und auch wenn du sie selbst erstellst (was im Übrigen ohne Erfahrung so lange dauern wird, dass es sich schon wieder lohnt, deine Arbeitszeit für strategische Themen zu verwenden anstatt stupide an WordPress Templates herumzudocktern) wirst du trotz allem Kosten für das Hosting, deine Emailadresse und sicher auch für die ein oder andere Drucksache (z.B. Visitenkarten) benötigen. Auch dein Branding (Logo, Farben, Schriften) kostet Geld. Spätestens dann, wenn du es selbst erstellt hast und nach einiger Zeit feststellst, dass du dein Logo großflächig drucken möchtest, aber leider keine offenen Daten dazu hast.  

Wenn du deinem Business-Start allerdings einige Jahre Zeit geben kannst, wirst du definitiv viel Geld sparen und viele Aufgaben ohne fremde Hilfe umsetzen können. Aber wer will das schon?

Ich werde dir an dieser Stelle bald eine validierte Zahl nennen können. Mein Anwalt Markus und ich erstellen dazu gerade eine Aufstellung. 

Und bis dahin, nenne ich dir eine Zahl aus dem Bauch heraus, die du zum Start in deiner Handtasche haben solltest: 2500€.

 

5. Du hast den Überblick

Dieser Punkt ist absolut überlebensnotwendig! Nutze von Beginn an EIN System um alle deine Gedanken zu notieren und strukturieren. 

Ich persönlich mache dies seit vielen Jahren in Trello*. Dort notiere ich mir Ideen und strukturiere diese später in Themenblöcke. 

Immer mal wieder passiert es mir aber auch, dass ich mir etwas in einem meiner vielen Notizblöcke aufschreibe. Großer Fehler. Bleibe einem “Tool” treu und mixe nicht. Besonders schlau an einem Onlinetool ist natürlich, dass du es auch als App auf dem Handy immer bei dir hast um wirklich nichts zu vergessen. 

 

6. Du hast (Familien)Support

Und damit meine ich nicht nur dein/e Lebenspartner/in, sondern -besonders wenn du alleinerziehend bist- auch dein soziales Netz aus Familie oder engen Freunden. 

Sofern du zu 100% für deine Kinder bereitstehen musst und dir wirklich niemand den Gang zum Kindergarten, das Mittagessen am Wochenende oder die Begleitung zu den Spielkameraden abnehmen kann, würde ich dir persönlich ehrlicherweise von einer Selbstständigkeit abraten. 

In der Selbstständigkeit ist das soziale Netz keinesfalls so engmaschig gestrickt wie in der Anstellung. Keiner bezahlt Urlaube oder Krankheitstage und niemand kümmert sich um deine Sozialabgaben. Am Ende hängt alles an dir. 

Ich kann nur von mir ausgehen und mir wäre dieser Druck dann doch zu hoch. Außer ich hätte genügend Eigenkapital auf dem Konto. 

Hut ab, wenn du es aber trotzdem wagst!

 

7. Du glaubst an dich

Wenn du selbst nicht zu 100% an dein Geschäftsmodell glaubst, wie möchtest du dieses dann an fremde Menschen verkaufen? Du solltest absolut von deinem Angebot und dessen Nutzen für deine Kunden (nicht für dich!!) überzeugt sein. 

Deine Haltung führt zu einem selbstbewussten Auftreten und wird es dir ermöglichen, deine Kompetenz auch auszustrahlen. 

 

8. Du bist flexibel

Planen kannst du viel. Doch kennst du den Spruch: 1. kommt es anders und 2. als man denkt? Genauso verhält es sich mit deiner Selbstständigkeit. Natürlich lässt sich auf dem Papier (oder im Onlinetool) alles planen. Von A bis Z kannst du dir jedes TO DO notieren. Jedoch sind wir alle Menschen und eben diese werden dir auch regelmäßig einen Strich durch die Rechnung machen. Sei es auf dem Amt (z.B. beim Thema Gründerzuschuss), beim geplanten Zeitfenster für deine Website oder auch einfach aufgrund ungeplanter Umstände (wie Corona oder kranke Kinder). 

Wenn du es nicht schaffst, solche Störungen mit einer gewissen Gelassenheit zu verkraften und deine Pläne hier und da anzupassen, wirst dein Stresslevel durchgehend zu hoch werden. 

Doch ich sag´ dir eins: Genau diese Flexibilität nutzt du auf der anderen Seite wiederum für dein Business. Denn du stellst die Regeln auf, setzt Arbeitszeiten fest oder lässt den Stift fallen, wann immer du möchtest. 

Damit ist es eben wie mit allem im Leben: Licht und Schatten. Yin und Yang. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Du musst nur eben versuchen, die für dich schönere Seite länger oben zu behalten;-)

 

9. Du verkraftest Niederlagen

Mein persönliches Hass-Thema. Dinge, die mir nicht gelingen, kann ich schwer verkraften. Zumindest beruflich. Im Spiel kann ich locker verlieren. Ich bin sehr leistungsorientiert erzogen worden und das hängt mir bis heute nach. 

Obwohl mir mittlerweile durchaus bewusst ist, dass man aus Fehlern auch lernen kann. Oder dass die Welt eben nicht zusammenbricht, wenn jemand mein Angebot nicht gut findet oder auf meine Mail einfach nicht antworten möchte. So ist das eben. Haken dran, Krönchen auf und weiter geht´s. 

Denn wie heißt es so schön? Für irgendwas war´s sicher gut. 

 

10.Du kannst NEIN sagen

In meinen Augen das wichtigste Wort für dich. Du musst nicht nach jedem Strohalm greifen. Natürlich geht man in den ersten Monaten der Selbstständigkeit auch mal den ein oder anderen unwirtschaftlichen Deal ein. Vielleicht weil du den Kunden gerne in deinen Referenzen haben möchtest oder weil eine Kooperation mit einem eher unspannenden Partner besser ist als gar keine?! Das ist eine kurze Weile völlig in Ordnung – aber verkaufe nicht die Seele deines Business. Und verkaufe dich auch nicht unter Wert. 

Ein NEIN verschafft dir auch Respekt, sofern deine Leistung ihr Geld wert ist. 

Das verspreche ich dir hoch und heilig!

 

Für alle, die gerne Tests machen, gibt es hier noch einen wirklich tollen Gründertest mit dem Namen: 
Bist du bereit für dein eigenes Unternehmen?

Endergebnis ist eine kleine Grafik, die dich auf mögliche Schwachstellen hinweist. Hier siehst du mein Ergebnis aus 2018.

gründertest

Auch wenn du nun bei dem ein oder anderen Punkt tief durchatmen musst, sind all die vielen TO DOs wirklich zu meistern!

Ich möchte diese Freiheit der Selbstständigkeit nicht einen Tag mehr missen und dir wird es genauso gehen. 

Sieh die Herausforderungen als Chance, an denen du wachsen wirst!

 

MEHR MUT MAMAS!

Deine Nadine

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