13 Fehler, die du bei einem Onlineshop vermeiden solltest!

13 Fehler beim Onlineshop

Wenn du ein Business hast und Produkte oder Dienstleistungen verkaufen möchtest, kommst du über kurz oder lang nicht um einen Onlineshop herum. Er gehört heutzutage einfach zu einem guten Kundenservice dazu und bietet zudem viele Vorteile.

Deine Kunden können zu jeder erdenklichen Zeit bestellen – jenseits der normalen Geschäftszeiten. Du kannst mit ganz viel zusätzlicher Information Mehrwert schaffen – und zwar gleichzeitig für unzählige Kunden. Außerdem erreichst du durch einen Onlineshop neue Märkte und Zielgruppen, die über die Suchmaschinen zu dir finden. 

ABER- es muss nicht unbedingt dein eigener Shop sein! Für viele ist eine externe Lösung viel rentabler.  Also etwas wie Etsy, Digistore, Zalando oder auch Amazon. 

Das Ding ist nur: Oftmals lässt der Erfolg und mit die Verkäufe auf sich warten.  Besonders bei einem eigenen Shop! 

Warum?

Weil so ein eigener Onlineshop oftmals nicht korrekt aufgesetzt ist. Es steckt viel smarte Technik in solch einem Shop, und die will richtig genutzt werden. Die gute Nachricht: Die meisten Fehler können bereits vorab vermieden oder ganz leicht mit Trick 17 behoben werden. Hier erfährst du die 13 häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest!

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1. Der Aufwand wird unterschätzt

Sowohl der zeitliche als auch der finanzielle Aufwand werden oft unterschätzt. So ein Shop ist nicht mal eben schnell gebaut – es stecken viele aufwändigen Prozesse und Technik dahinter. Schließlich müssen Kundendaten verwaltet, Bestellverfahren abgewickelt und der Bezahlprozess überwacht werden. 

Die meisten Gründer holen sich beim Aufsetzen des Onlineshops professionelle Hilfe. Das ist natürlich nicht umsonst, allerdings absolut sinnvoll, wenn du selbst kein Experte auf diesem Gebiet bist. Aber nicht nur die Anfangskosten müssen kalkuliert werden – auch laufende Kosten kommen auf dich zu. Da wären Kosten für Werbung, den Hoster, Shoppflege uvm. Du siehst, der Aufwand ist nicht unbedingt sofort  überschaubar.

Die Lösung: Überlege dir vorab, was du selbst kannst und wofür du externe Hilfe benötigst. Hol dir dazu verschiedene Angebote ein und vergleiche ganz genau Preis und Leistungen. Und zwar nicht nur für die Erstellung des Shops, sondern auch für Hosting etc. 

Und natürlich: Starte rechtzeitig! Stricke dir einen genauen Zeitplan, der realistisch ist und mindestens 2-3 Korrekturschleifen enthält. 

2. Fehlende Recherche

Natürlich sollte die Software des Shops zu dir, deinen Produkten und Ansprüchen passen. Nichts ist ärgerlicher, als nach der Investition festzustellen, dass du eine andere Menüführung bräuchtest, mehr Übersichtlichkeit oder es keine Möglichkeit für Zusatzverkäufe gibt. 

Aber nicht nur die Software, auch externe Dienstleister für die Erstellung deines Shops sollten passend ausgewählt werden. Völlig Branchenfremde brauchen gegebenenfalls länger und stellen mehr Rückfragen als andere, die bereits ähnliche Shops erstellt haben. Denk daran: Fehlende oder unzureichende Recherche rächt sich immer! 

Die Lösung: Eine gute Recherche (wer hätte das gedacht?)! Vorab solltest du dich aber hinsetzen und dir aufschreiben, welche Features dir wichtig sind, welche Herausforderungen deine Branche oder Produkte vielleicht mit sich bringen und worauf du wert legst. Ist dir klar, was du willst, findest du viel leichter die für dich passende Shop-Software etc.!

 

3. Der eigene Shop ist nicht die richtige Wahl

Gerade bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit muss ein eigener Onlineshop gut überlegt sein. Nähst du beispielsweise Babymützen, machst schöne Türschilder oder verkaufst handgetöpfertes Geschirr, ist ein eigener Shop möglicherweise zu zeit- und kostenintensiv. Natürlich kommt es immer auch auf die Stückzahl an, die du anbieten kannst. Bedenke aber auch, dass deine Kunden dich und deinen Shop erst einmal finden müssen und somit auch Marketingkosten auf dich zukommen können.

Die Lösung: Kalkuliere vorab alle Kosten und überlege, ob du zeitlich einen eigenen Shop betreiben kannst. Verkaufsplattformen wie Amazon oder Etsy verlangen zwar Provision, übernehmen dafür aber die Abwicklung und das Marketing für dich. In manchen Fällen macht das einfach mehr Sinn als ein eigener Shop, ist aber immer individuell zu betrachten.

4. Das Branding steht noch nicht

Eine Website mit Onlineshop, aber ohne einheitliches Branding? Das wirkt schnell unprofessionell, unübersichtlich und erweckt nicht unbedingt Vertrauen beim Besucher. Und wenn du jetzt denkst, “Das mach ich einfach später”, lass dir gesagt sein: hast du erst einmal einen Onlineshop, hast du noch weniger Zeit als vorher! Damit wird die Wahrscheinlichkeit, ein professionelles Branding zu kreieren, immer kleiner.

Die Lösung: Wenn du mit deinem Angebot nach draußen gehen möchtest – ganz egal, ob schon mit Onlineshop oder einer einfachen Website – kommst du an einem einheitlichen Branding nicht vorbei. Ein Logo, eine Schrift und Farben machen deinen Wiedererkennungswert aus signalisieren Professionalität. Und aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Mit einem Branding, das zu dir passt, fühlt es sich einfach richtig toll an!

5. Rechtliches wurde nicht ausreichend geprüft

Wenn du deinen Onlineshop nicht rechtssicher aufstellst, riskierst du leider Abmahnungen. Oftmals entstehen auf der rechtlichen Seite Fehler nicht absichtlich, sondern aus lückenhaftem Wissen heraus und aus Einsparungen bei einer Rechtsberatung.

Die Lösung: Mach bei diesem Thema keine halben Sachen und investiere in eine rechtliche Beratung. Das muss nicht der Anwalt vor Ort sein, denn mittlerweile gibt es auch Onlinedienste, die rechtliche Beratung und bestimmte Themen mittels Generatoren anbieten. Aber auch hier gilt- ohne Fachwissen wird das korrekte Ausfüllen der Fragen schwierig. 

Impressum, Datenschutz und eine Widerrufserklärung sind ein Muss für jeden Onlineshop. AGB dagegen sind kein rechtliches Muss, aber enorm wertvoll im Falle eines Falles. 

6. Versand ist nicht geklärt

Was passiert, wenn die ersten Bestellungen eintrudeln? Genau – sie müssen verschickt werden. Und dieser Versand-Prozess muss vorher gründlich aufgesetzt werden. Wird immer mal wieder 1 Stück bestellt, fallen Fehler vielleicht gar nicht groß auf. Zündet dein Shop aber richtig, wirst du mit einem schlechten Versand-Prozess im Chaos versinken.

Die Lösung: Zu dem Prozess gehören die Wahl des Versanddienstleisters (falls du nicht aus dem Keller heraus versenden willst) und die Festlegung der Versandkosten. Überlege und kalkuliere vorher ganz genau, welche Preise du veranschlagen kannst. Außerdem ist wichtig zu wissen, wie viel Zeit der Versand in Anspruch nimmt und ob Expressversand möglich ist. 

7. Keine Retourenregelung

Was passiert, wenn die Kunden Ware wieder zurückschicken? Dabei geht es nicht nur um defekte Produkte, sondern vor allem um Artikel, die nicht gefallen haben oder durch die Produktbeschreibung eine andere Erwartungshaltung hervorgerufen haben. Diese lassen sich leider nicht vermeiden und sind natürlich genauso mit Kosten und Aufwand verbunden.

Die Lösung: Um Retouren von vornherein gering zu halten, sind ein hoher Qualitätsanspruch sowie eine ordentliche Qualitätsprüfung der Produkte unerlässlich. Damit die Ware beim Transport nicht beschädigt wird, solltest du sie zudem passend verpacken. 

Die Bilder sollten besonders was Farben angeht sehr realitätsnah sein und keine falsche Erwartungshaltung hervorrufen – das rächt sich nur bei der Retoure. Informiere deine Kunden über die Produktbeschreibung ganz genau über die Artikel, damit sie alle Details kennen.

Ein fester Prozess sowie eine gewisse Automatisierung sind auch hier sinnvoll.

8. Der Bestellprozess ist zu lange

Das kennst du sicher aus eigener Erfahrung: Du siehst ein schönes Produkt, möchtest es schnell bestellen und dann – dauert die Bestellung ewig. Du musst dich durch etliche Seiten klicken, ganz viel extra auswählen und im schlimmsten Fall noch Rückfragen stellen. Spätestens dann hörst du auf, oder? 

Ein langer Bestellprozess führt leider oft zum Abbruch und der Kunde wird sich sicher auch kein zweites Mal auf deinen Shop verirren. 

Die Lösung: Mach es deinen Kunden so einfach wie möglich. Sowohl Bestell- als auch der Zahlungsprozess müssen unkompliziert und schnell erledigt werden können. Idealerweise kann der Kunde mit einem Klick das Wunschprodukt dem Warenkorb hinzufügen und alle weiteren Schritte auf einer Seite erledigen. Eine Bestätigungsseite mit allen wichtigen Informationen schließt das ab und der Kunde weiß, dass alles funktioniert hat.

9. Ein Kundenkonto ist ein Muss

Das ist ein weiterer Faktor, der den Bestellprozess unnötig in die Länge zieht. Heutzutage finden es viele User einfacher, sich kein Kundenkonto anlegen zu müssen, sondern möchten einfach als Gast bestellen. So können sie die Transaktion in wenigen Minuten erledigen und müssen nicht auf Bestätigungsmails etc. warten. Doch diese Option ist leider noch nicht in allen Shops möglich.

Die Lösung: Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder du lässt dem Kunden direkt am Anfang der Bestellung die Wahl, als Gast fortzufahren oder aber ein Konto anlegen zu können. Oder aber du fragst nach Abschluss der Bestellung nach, ob du die Daten für zukünftige Bestellungen speichern darfst. So bietest du beide Möglichkeiten an.

10. Unübersichtlichkeit

Zu viele Farben, eine verwirrende Navigation oder zu viel Text – alles Dinge, die deinen Shop schnell unübersichtlich werden lassen. Wenn eine schlechte Suchfunktion hinzukommt, weil du deine Produkte nicht kategorisierst und falsch zuordnest, werden die Besucher nicht sehr lange Geduld aufbringen und weiterziehen.

Die Lösung: Plane VOR der Erstellung deines Shops, wie die Navigation aussehen soll und bereite sie so vor, dass sie auch mit mehr Produkten noch übersichtlich sein wird. Statt deine Besucher mit Infos auf der ersten Seite zu überfrachten, solltest du diese ganz leicht auffindbar in eine Drop-down-Menü o.Ä. aufräumen. Nutze deine Brandingfarben gezielt und nimm dir Zeit, neue Produkte für die Suchfunktion sinnvoll anzulegen.

11. Fehlende Urlaubsvertretung

Wer übernimmt das alles, wenn ich mal in Urlaub fahre? Viele stellen sich diese Frage leider erst, wenn es soweit ist. Und dann ist Chaos angesagt: Bestellungen werden nicht bearbeitet, Kundenanfragen häufen sich und wenn du zurückkommst, musst du all das nacharbeiten. Puh!

Die Lösung: Entweder du suchst eine Urlaubsvertretung für dich oder du automatisierst deine Prozesse soweit, dass sie von alleine weiterlaufen. Die erste Lösung ist mit einmaligem Aufwand in Form einer Einarbeitung verbunden, stellst aber die persönliche Betreuung sicher. Je nach Produkt kann das eine oder das andere sinnvoller sein.

12. Keine Zeit für Support

Gerade anfangs macht man vieles selbst, ist mit Problemlösen beschäftigt und versucht, den Shop am Laufen zu halten. Der Kundensupport kommt da oft zu kurz – dabei ist er so, so wichtig und maßgeblich für die Zufriedenheit deiner Kunden verantwortlich. Eine schnelle Reaktion, lösungsorientierter Service und einfache Erreichbarkeit sind hier Trumpf!

Die Lösung: Zunächst sollten die Kontaktinfos gut sichtbar im Menü oder auch im Footer zu finden sein. Eine FAQ Sektion kann für immer wiederkehrende Fragen helfen – auf diese solltest du aber hinweisen. Dort kann auch auf die Reaktionszeit hingewiesen werden. Richte dir feste Zeiten ein, in denen du dich ausschließlich um deine Kunden kümmerst. So gehen keine Mails unter und deine Kunden erhalte zeitnah eine Antwort.

13. Keine ausreichende Produktinformation

Das kommt dir sicher auch bekannt vor: Die Beschreibung ist mau, es sind nicht alle Maße vorhanden und Bilder gibt es 2 Stück in mäßiger Qualität. Das bedeutet entweder, dass du doch ins Auto steigen und einen Shop vor Ort suchen musst oder du höchstwahrscheinlich wieder zur Post fahren darfst, um die Retoure abzuliefern. Beides doof.

Die Lösung: Bilder sind unheimlich wichtig für potenzielle Käufer. Achte hier auf Details, Farben und – je nach Produkt – auf die Nutzung. Für den Text eignet sich ein kurzer Überblick sowie eine detaillierte Beschreibung mit genauen Maßen, Farben etc. Letzteres kann gerne in Stichpunkten erfolgen, so ist es übersichtlicher. Wichtig ist bei vielen Produkten auch ein Hinweis, wie es zu nutzen ist. 

Wie du siehst, steckt hinter einem Onlineshop weit mehr als nur eine simple Verkaufsplattform. Eine gute Vorbereitung hilft dir, einige wichtige Entscheidungen zu treffen und Probleme vorzubeugen. Externe Hilfe ist sicher gut investiertes Geld – sie spart Zeit, Nerven und spätere technische Probleme. Und so kannst du dich voll und ganz auf deine Produkte konzentrieren!


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